Der Startschuss ist gefallen

Der Pieks in der Kabine dauert nur wenige Sekunden: Der 91-jährige Hans Ritz aus Bensheim bekommt seine erste Impfung. Foto: Eva Wiegand
BENSHEIM – Jetzt geht es endlich los: Das Impfzentrum in Bensheim hat am Dienstag seine Arbeit aufgenommen. Derzeit ist die Zahl der Impfungen überschaubar und von der vollen Kapazität des Zentrums von 1350 Impfungen am Tag noch weit entfernt. Das soll sich in den kommenden Wochen aber ändern. „Wir wollten nicht warten bis richtig viel Impfstoff da ist. Denn so ist es jetzt für die Bürger um einiges einfacher“, betonte Landrat Christian Engelhardt. Bisher blieb den Menschen an der Bergstraße aus der ersten Impfgruppe nichts anderes übrig, als das nächstgelegene regionale Zentrum in Darmstadt aufzusuchen. Für die nächsten drei Wochen werden in Bensheim nun täglich von 8 bis 20 Uhr an sieben Tagen in der Woche 156 Impfungen durchgeführt – nach den drei Wochen sollen es laut Christian Engelhardt deutlich mehr werden. Geimpft werden nach wie vor Menschen in der höchsten Priorisierungsgruppe, also überwiegend Männer und Frauen über 80 Jahre, außerdem Pfleger in stationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Impfzentren und beim Rettungsdienst. Die Terminvergabe erfolgt für 114 der täglichen Impfungen über das Vergabefenster des Landes, die restlichen 42 Impfdosen hält das Impfzentrum für bestimmte Berufsgruppen, insbesondere den Mitarbeitern von Intensivstationen sowie Covid-Stationen bereit, die parallel zur Impfung eingeladen werden. Die „Impflinge“ durchlaufen dann folgende Stationen im Impfzentrum Bensheim: Nach der Anmeldung und Registrierung geht es mit einer Wartenummer in den Wartebereich. Vor der Impfung wird an einem weiteren Schalter der zuvor ausgefüllte Anamnesebogen überprüft, außerdem können weitere Fragen zu Allergien oder Unverträglichkeiten sowie Vorerkrankungen besprochen werden. Hier wird auch geklärt, ob vor der Impfung ein Arztgespräch gewünscht ist. Schließlich bekommen die Impflinge ihren Pieks in einer der Kabinen – das dauert nur wenige Sekunden. „Wir sind zuversichtlich, dass wir bald weitere Personen impfen können“, zeigte sich Engelhardt optimistisch. Bis April seien die Termine allerdings bereits vergeben, Termine für die Zweitimpfung werden bei der Anmeldung gleich mit vereinbart. Auch für den Abteilungsleiter Gefahrenabwehr und Leiter des Impfzentrums Markus Stracke ist die Inbetriebnahme des Impfzentrums ein ganz besonderer Tag. Der Einsatzbefehl sei am 26. November eingegangen, bereits am 11. Dezember, nur elf Tage später, habe die Infrastruktur für das Impfzentrum gestanden. „Im Moment laufen wir weit unter der Maximallast von 1350 Personen am Tag, aber wir hoffen möglichst schnell weitere Termine vergeben zu können“, betonte Stracke. Eva Wiegand







Bei ca. 270000 Einwohner im Kreis Bergstrasse sieht das ja nicht rosig aus bei einer Impfrate von 156 Personen pro Tag macht das ca. 3200 Einwohnern in 3 Wochen. Man kann nur hoffen das mehr Impfstoff in den nächsten Tagen geliefert wird damit wir nicht in den 3. Lockdown schlittern.