Straßenfastnacht mit über 100 Zugnummern in Planung
BÜRSTADT – Die Hochburg der Fastnacht im Ried heißt Bürstadt – und hier findet der Fastnachtsumzug in der Tradition der Zeit vor der Coronapandemie wieder statt – mit über 100 Zugnummern wird gerechnet. Während in einigen Städten und Gemeinden der Metropolregion die Fastnachtsumzüge ausfallen, wird den Besuchern aus nah und fern in der Sonnenstadt eine tolle Straßenfastnacht mit einigen großen Umzugswagen, Musikgruppen und allerlei Attraktionen sowie einem Fastnachtsmarkt auf dem Marktplatz mit Bewirtung und DJ-Musik geboten. Vor drei Jahren säumten nach offizieller Schätzung etwa 15.000 Zuschauer den Weg. Die Arbeitsgemeinschaft Bürstädter Vereine, kurz Vereins-AG, feilt bereits seit Wochen an der Organisation, der Zugweg ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt. Wegen der Baustelle zwischen Bahnübergang an der Forsthausstraße und Wolfstraße musste die Zugaufstellung in die Oberschultheiß-Schremser-Straße verlegt werden. In der Reihenfolge der Aufstellung wird sich der närrische Lindwurm am Sonntag, 19. Februar ab 14.11 Uhr über den Entenpfad entlang des Beethovenplatzes zur Nibelungenstraße bewegen, um auf dem gewohnten Weg bis zur Marktstraße, über die Wilhelminenstraße und die Mainstraße bis zur Kreuzung Industriestraße am Bahnübergang zu laufen, wo sich der Zug wie immer auflöst. Der TV Bürstadt wird mit der „Sainawwelskätt“ hoch oben auf dem großen Wagen den Umzug anführen, am Ende werden die Bürstädter Tollitäten, das Prinzenpaar Prinz Andreas II. und Prinzessin Viviane I., mit der Vereins-AG von ihrem Prunkwagen die Zuschauer mit Wurfmaterial erfreuen.
Gerne dürfen es närrische 111 Zugnummern werden, wie der 1. Vorsitzende der Vereins-AG Steffen Schweiker und Zugmarschall Jens Beilstein, im Pressegespräch am Dienstagabend mitteilten. Vier Musikgruppen sollen mitlaufen, fest eingeplant sind die KKM Bürstadt, der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehren Bürstadt/Hofheim und die Brass Band Biblis, mit einer Musikgruppe aus Lorsch wird gerechnet. Teilnehmende Vereine und Gruppen melden sich auf der Homepage der Vereins-AG www.vereinsag.de an. Aller Erfahrung nach kommen die Anmeldungen demnächst in Fahrt, davon geht Zugmarschall Beilstein aus, der aktuell zwölf Anmeldungen gezählt hat. Wegen Planung und Aufstellung werden die Zugteilnehmer gebeten, sich möglichst bis 10. Februar anzumelden, auch für Verkaufsstände am Zugweg. Wie überall sind auch bei der Fastnacht die Kosten gestiegen, deswegen komme es auf die Unterstützung der Besucher an, die mit dem Kauf der Umzugs-Pin zum Anstecken für nur 2 Euro einen wichtigen Beitrag leisten können, damit die Straßenfastnacht auch weiterhin stattfinden kann. In Bürstädter Geschäften, bei den Fastnachtsvereinen, direkt bei der Vereins-AG und am Umzugstag selbst sind die Umzugs-Pins mit Anstecknadel bei mobilen Ehrenamtlichen erhältlich. „Wir sind froh, dass wir wieder laufen können und dass wir Unterstützung von der Stadt Bürstadt bekommen, die sich an den Kosten beteiligt“, betonte Schweiker auch mit Blick auf die gute Zusammenarbeit mit Ordnungsamt, Bauhof und Feuerwehr. Eigene Kosten fallen für die Bereitstellung von Feuerwehr und DRK an, für Gema-Gebühren und die Bühne mit DJ auf dem Marktplatz, für Versicherung und die Musikgruppen. Toiletten werden von der Stadt und Vereinen gestellt. Weitere Sponsoren werden gesucht, die zum Beispiel mit Bannern und eigener Umzugsnummer werben können und auf der Homepage genannt werden, Premium-Sponsoren werden zusätzlich bei der Eröffnung des Fastnachtsmarktes genannt. Hannelore Nowacki









