Spazieren mit Abstand und die Natur genießen
LAMPERTHEIM – Auf dem Biedensand und am Altrhein – spazieren gehen, wo es nicht zu eng wird. Den Frühling einfangen für die Zeit daheim, wo es in der Corona-Krise am sichersten sein soll. Diesen Genuss gönnten sich am Freitag einige Spaziergänger, die bald in der Ferne auf dem schnurgeraden Weg zum Horizont hin immer kleiner erschienen. Zur Mittagszeit steht die Sonne schon hoch am Himmel und leuchtet durch das zarte Blattwerk an Bäumen und Büschen, weiße Blüten im Sonnenlicht wirken feierlich. Eindrucksvolle Baumriesen zeigen noch ihre dunklen Aststrukturen. Vögel singen, ein Konzert, das ausklingt, schade, die Sänger sind wohl müde und bleiben im Dickicht und in den hohen Baumkronen dem Blick verborgen. In seinem Revier rechts auf der Wiese ist der Graureiher nicht zu sehen, hier ist wohl zu viel los. Kinder liegen dort auf einer Decke in der Sonne. Später ist klar – der Vogel mit dem scharfen Blick für die Fische im Altrhein hat einen Ausflug hinter den Deich gemacht. Ein Zitronenfalter fliegt hektisch am Wegrand entlang, Bewegung ist schließlich gesund. Ein bunter kleiner Fuchs beeilt sich flatternd und verschwindet im Grünen. Die beiden weißen Höckerschwäne am Bau sind aus dem Mittagsschlaf aufgewacht, turteln und bereiten sich auf die Brut vor. Lebhafter Radverkehr auf dem Deich, hier geht’s in die Ferne, wenn man will. Radfahrer halten meistens Abstand, das ist gut in dieser Zeit des Corona-Virus. Hannelore Nowacki







