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09.55 Uhr | 31. August 2015
MdB Christine Lambrecht im Gespräch mit dem Vorstand des VdK Kreisverbands Bergstraße

Sozialpolitische Themen und Verbandsarbeit im Fokus

Ingrid Filbert, Christine Lambrecht, Georg Spilger, Hans-Jürgen Kemmerer und Peter Kunz (v.l.). Foto: oh

Ingrid Filbert, Christine Lambrecht, Georg Spilger, Hans-Jürgen Kemmerer und Peter Kunz (v.l.). Foto: oh

KREIS BERGSTRASSE – Sozialpolitik und ehrenamtliches Engagement waren die Schwerpunkte des Gesprächs der Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und Bergsträßer Bundestagsabgeordneten Christine Lambrecht mit Vorstandsmitgliedern des VdK Kreisverbands Bergstraße in der Kreisgeschäftsstelle in Heppenheim.

„Wir sind politisch nicht immer einer Meinung, aber aus meiner Sicht ist es Aufgabe eines jeden Politikers, aktiv auf den VdK zuzugehen und das Gespräch zu suchen“, sagte Lambrecht und machte damit gleich zu Beginn des Gesprächs deutlich, wie wichtig ihr der regelmäßige Austausch ist. Lambrecht verwies darauf, dass viele der Forderungen, die der VdK im letzten Bundestagswahlkampf erhoben habe, zwischenzeitlich umgesetzt wurden. „Wir haben den Mindestlohn eingeführt, die Mütterrente verbessert und einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs beschlossen, der deutliche Verbesserung für Menschen mit Demenz bringt. Das sind alles Positionen, für die sich auch der VdK mit guten Gründen eingesetzt hat“, erklärte Lambrecht.

Zurzeit arbeite das Bundesministerium für Arbeit und Soziales an der Reform der Eingliederungshilfe, einer Leistung der Sozialhilfe für Menschen mit Behinderung. „Natürlich werden wir über den Entwurf auf allen Ebenen mit den VdK als einem wichtigen Vertreter von Menschen mit Behinderung sprechen“, sagte Lambrecht.

Im Fokus des Gesprächs standen aber nicht nur sozialpolitische Themen, sondern auch die Verbandsarbeit. Dass der VdK hier gut aufgestellt ist, zeigen die stetig wachsenden Mitgliederzahlen. Der Kreisverband Bergstraße hat mittlerweile ca. 9.800 Mitglieder, insgesamt ist die Mitgliederzahl des Landesverbandes auf den Rekordwert von rund 251.000 gestiegen.

„Das Sozialrecht ist sehr kompliziert geworden und viele Menschen sind schon mit der Antragstellung überfordert. Deswegen greifen immer mehr Menschen auf das Beratungsangebot des VdK zurück“, erklärte der Kreisvorsitzende Georg Spilger den stetigen Zuwachs. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Peter Kunz ergänzte aus seiner Erfahrung, dass nicht nur Rechtsrat gefragt sei. Vielmehr kämen die Menschen mit ihren alltäglichen Sorgen und Nöten zum VdK und bräuchten manchmal einfach nur jemanden, der zuhört. Auch nach Ansicht von Lambrecht macht den VdK weit mehr aus, als das rechtliche Beratungsangebot: „Mit seinen Hilfs- und Unterstützungsangeboten sowie den vielen geselligen Nachmittag bietet der VdK für viele eine richtige Heimat.“

Besorgt äußerten sich die Vorstandsmitglieder darüber, dass die Verweildauer im Verband immer kürzer wird. Viele Neumitglieder verlassen den VdK schnell wieder, nachdem sie sich rechtlichen Rat eingeholt hätten. „Wir freuen uns über jeden, der sich langfristig einbringen und Verantwortung in den Vorständen übernehmen möchte. Unsere Basis ist und bleibt ehrenamtliches Engagement“, sagte der Vorsitzende Georg Spilger.

Zum Abschluss übergab die Vertreterin der Frauen im Kreis Ingrid Filbert an Christine Lambrecht die Resolution der diesjährigen VdK Landesfrauenkonferenz. Sie bat darum, sich für den Erhalt der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) in Hessen und Thüringen stark zu machen, der überwiegend von Frauen in Anspruch genommen wird.

Lambrecht, selbst seit vielen Jahren VdK-Mitglied, bedankte sich beim Vorstand für das offene Gespräch und lobte die Leitung des VdK Bergstraße: „Hier wird wirklich jeden Tag mit viel Engagement großarbeite Arbeit von den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geleistet, sowohl in der Rechtsberatung, als auch im menschlichen Miteinander. Auf den VdK können wir hier im Kreis Bergstraße, aber auch andernorts schlichtweg nicht verzichten“, sagte Lambrecht abschließend. zg

 

 

 

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Geschrieben in Worms

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