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11.59 Uhr | 26. Oktober 2020
STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG LAMPERTHEIM: Einstimmiger Beschluss für mehr Fahrradparkplätze

Parkraumkonzept für Verkehrswende mit weniger Autos 

In Lampertheim soll mehr Parkraum für Fahrräder geschaffen werden – dies hat die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen. Foto: www.pixabay.com

LAMPERTHEIM – Auch die 29. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung fand wegen der Coronapandemie mit den Abstandsregeln in der weitläufigen Hans-Pfeiffer-Halle statt. Vierzehn Beschlüsse wurden ohne weitere Diskussion einstimmig gefasst, lediglich beim Bebauungsplan „Eugen-Schreiber-Straße“ mit Beschluss des Vorentwurfs und der Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange verzeichnete Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass eine Enthaltung. Nach nur einer dreiviertel Stunde konnten die Parlamentarier nach Hause fahren. Zur Beratung war nur ein Tagesordnungspunkt vorgesehen – der Antrag der CDU-Fraktion auf Mitberücksichtigung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im Parkraumkonzept, vorzugsweise mit „Fahrradbügeln“. Mit einem Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion, den Maximilian Rühl vortrug, wurde der CDU-Antrag von allen Fraktionen einstimmig beschlossen. Bislang habe im vorgesehenen Parkraumkonzept der Aus- und Neubau von Radwegen im Mittelpunkt gestanden, um das Fahrradfahren attraktiver zu gestalten, doch sei ebenso wichtig, dass „nach Erreichen des Ziels das Gefährt auch irgendwo abgestellt werden will – sicher und vor allem in der Nähe“, führte der CDU-Fraktionsvorsitzende Edwin Stöwesand in der Begründung des Antrags aus. Denn beim Thema Verkehrswende gehe es um die Notwendigkeit der Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs in den Städten und um den Klimaschutz. Im Parkraumkonzept solle von vornherein „eine angemessene Aufteilung des begrenzten städtischen Parkraums“ gewährleistet und „insbesondere beliebte Ausflugsziele für alle Verkehrsmittel attraktiv“ gemacht werden. Stadtverordneter Nunzio Galvagno (CDU) regte in seiner Stellungnahme an, dabei zu bedenken, dass nicht hinterher weniger Parkplätze für Autos zur Verfügung stehen. Dies konterte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Stefan Nickel heftig – den Beitrag von Galvagno wolle er nicht im Parkraumkonzept haben. Dem Antrag der CDU und dem SPD-Ergänzungsantrag könnte sich seine Fraktion ohne weiteres anschließen, betonte Nickel, doch „wird es so sein, dass wir auf Stellplätze für vier Räder verzichten müssen“. Bei der Abstimmung stand Nunzio Galvagno seiner Fraktion bei. Bei der Umsetzung des Parkraumkonzepts mit Förderung des Fahrradfahrens hatte die SPD in ihrem Ergänzungsantrag die Nutzung von Förderprogrammen eingebracht. Hannelore Nowacki

 

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