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12.31 Uhr | 1. Juni 2016

Mose – ein spannendes Leben!

Füllten die Geschichte Mose mit Leben: Die Kinder des Bürstädter Kinderkirchenmorgen. Foto: oh

Füllten die Geschichte Mose mit Leben: Die Kinder des Bürstädter Kinderkirchenmorgen. Foto: oh

BÜRSTADT – Die Kinder des Bürstädter Kinderkirchenmorgens (KiKiMo) trafen sich im Mai unter dem Motto „Mose – ein spannendes Leben!“ in der evangelischen Kirche. Nach ihrem Eintreffen durften sich die Kinder sogleich als Mose, Israeliten und Ägypter, als Pharao und Pharaonentochter verkleiden, bevor sie in der Kirche Platz nahmen.

Am Anfang des gemeinsamen Vormittages stand dieses Mal nur eine kurze Morgenandacht in der Kirche, denn bei diesem KiKiMo musste ganz viel Zeit für den Kreativteil übrig bleiben…

Noch wussten die KiKiMo-Kinder nicht, was sie an diesem Tag erwarten würde, aber nach der Andacht wurde im Innenhof der Kirche endlich das Geheimnis gelüftet: Die Kinder durften selbst Teil der wechselhaften Mose-Geschichte sein. Stück für Stück, Station für Station wurde die Mose-Geschichte erzählt. Die einzelnen Szenen durften die Kinder nachstellen und es wurden viele Fotos in Aktion gemacht. Hierzu wurden reichlich Utensilien verteilt und man zog zu verschiedenen Spielorten, an denen sich die einzelnen Szenen am besten darstellen ließen.

Die ersten Fotos wurden im Innenhof von den hart arbeitenden Israeliten in ägyptischer Gefangenschaft gemacht, die große Steinblöcke zum Bau der ägyptischen Monumente schleppen mussten und von Ägyptern mit Peitschenhieben angetrieben wurden. Zur nächsten Szene zog die quirlige Kinderschar weiter in den Garten des Pfarrhauses, wo bereits der Nil „aufgebaut“ war. Dort legte Mose Mutter ihren Sohn in einem Weidenkörbchen zwischen die Uferpflanzen, wo ihn die Tochter des Pharaos fand. Und auch der brennende Dornbusch war im Garten vorbereitet. Dort empfing Mose von Gott den Auftrag, das Volk Israel aus Ägypten herauszuführen. Hiervon musste aber noch der große Pharao überzeugt werden, der im Innenhof der Kirche auf seinem Thron Platz genommen hatte. Dort trat Mose als Bittsteller vor ihn.

Nachdem der Pharao aber keine Anstalten machte, die Israeliten ziehen zu lassen, schickte Gott zehn Plagen über das Volk der Ägypter. Zwei davon durften die Kinder für die Fotogeschichte darstellen: Die Frösche kamen in Form von Haribo-Fröschen, einem verkleideten Kinder-Frosch, Plüsch- und anderen Fröschen über das Volk herein und die Kinder stellten ihren Ekel mimisch ganz wunderbar dar. Beim anschließenden Vernaschen der süßen Frösche konnten sie aber wieder strahlen. Danach prasselte Hagel in Form von Eiswürfeln und Glassteinen vom Himmel herab, vor dem die Ägypter gestenreich in Deckung gingen.

Endlich ging es dann für die hungrigen Kinder zum Essen, das sonst meist am Beginn des gemeinsamen Vormittages steht. An diesem Tag war das Frühstück eigentlich ein Abendessen, denn das letzte Mahl vor dem Auszug aus Ägypten wurde dargestellt und verspeist: Da gab es gebratenes Lamm (das durch Schokobiskuitlämmer ersetzt wurde), Fladenbrot, ungesäuertes Brot und Einiges mehr. Mit dem „Blut“ der „geschlachteten“ Lämmer wurden nun für das Foto die Türpfosten der Israeliten markiert, damit die letzte Plage – der Tod aller Erstgeborenen – an ihnen vorüberginge.

Beim anschließenden Auszug aus Ägypten setzte sich die Menschenmenge mit allem ausgestattet, was es für die Reise brauchte, in Bewegung. Wiederum im Pfarrgarten wurde die Teilung des Roten Meeres durch Mose und der Durchzug seines Volkes dargestellt und fotografiert. Die Ägypter „ertranken“ anschließend jämmerlich in den zurückbrausenden Fluten.

In einen benachbarten Hof ging es darum, die 40 Jahre Wanderschaft des Volkes Israel durch die Wüste darzustellen. Nachdem das Volk über großen Hunger geklagt hatte, ließ Gott nahrhaftes Manna vom Himmel regnen (das durch Popcorn dargestellt wurde, das natürlich begierig in Empfang genommen und mit großem Appetit aufgegessen wurde). Es ging immer weiter durch den Sand bis zum „Berg Sinai“, den Mose bestieg und dort die zehn Gebote entgegennahm. Auf zwei Steintafeln brachte er sie seinem Volk, das sich aber inzwischen ein goldenes Kalb (ein Kind mit Maske in Goldfolie) als Götzenbild erschaffen hatte und darum herum tanzte.

Schließlich zog das Volk weiter mit der Bundeslade, in der die Gebotstafeln verstaut waren, um nach Jahrzehnten endlich das Gelobte Land zu erreichen. Von ferne durfte Mose das Gelobte, üppig grüne Land (des angrenzenden Gartens) noch schauen, dann verstarb er und sein Volk musste das letzte Stück ohne ihn weiterziehen.

Im Laufe der Morgenandacht hatten die Kinder bereits das Lied „Als Israel in Ägypten litt“ gelernt, eine deutsche Übertragung des Spirituals „When Israel was in Egypt’s land/Go down, Moses“. Während der Wanderung durch die Geschichte wurden ausgewählte Strophen an den passenden Stationen gesungen.

Nach diesem lebhaften und bewegungsreichen Vormittag verabschiedeten sich die Kinder bis zum Treffen im nächsten Monat. Im Juni wird die Fotogeschichte übrigens zusammen mit ein paar ausgewählten Texten im Gemeindesaal zu sehen sein.

Vorschau: Der nächste Kinderkirchenmorgen findet am Samstag, 11. Juni von 9.30 bis 12 Uhr statt. Dieses Mal nicht in den Räumen der Gemeinde, sondern auf dem Boxheimerhof auf dem Hesse-Hof. zg

 

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Geschrieben in Bürstadt und Stadtteile

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