Mit sechs Schritten zum Energiesparhaus
Bürgermeisterin Barbara Schader, Rebecca Gebhardt von der Stadtverwaltung und Klaus Fey, Pressekoordinator der „Hessischen Energiespar-Aktion“ eröffneten die Ausstellung im Rathausfoyer zum Thema Energiesparen im Altbau am 2. März, die zu den Öffnungszeiten des Rathauses bis zum 8. April zu sehen ist. Broschüren zum Mitnehmen liegen aus. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Energie sparen im Altbau – welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? Was rechnet sich? Beim Besuch des Rathauses lohnt sich ein Abstecher zur am Mittwoch eröffneten Ausstellung der „Hessischen Energiespar-Aktion“ im Rathausfoyer, um erste Antworten auf diese Fragen zu finden. Bürgermeisterin Barbara Schader rechnet damit, dass sich in den nächsten Wochen viele Bürger für dieses Angebot interessieren werden. Angesprochen sind Hauseigentümer, die sich über Energieeinsparmaßnahmen, Dämmung und Wirtschaftlichkeit informieren können, aber auch Mieter, die wichtige Informationen zum Thema Heizen und Lüften, Schimmel und Stromsparen im Haushalt erhalten. Bis zum 8. April bieten die großen Roll-ups einen Überblick über die wichtigsten Themen mit Daten und Fakten. Broschüren zum Mitnehmen liegen bereit. Wissenswertes über die Energieeinsparung im Altbau enthält die Broschüre „Vom (K)althaus zum Energiesparhaus“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Klaus Fey, Pressekoordinator der „Hessischen Energiespar-Aktion“, räumte beim Pressegespräch zur Ausstellungseröffnung mit einigen Irrtümern auf, die seit geraumer Zeit durch die Medienlandschaft geistern: Beispielsweise die Meinung, dass Wärmedämmung und Fenster mit Wärmeschutzverglasung zu Schimmel führen und den Irrtum von der „atmenden Wand“. „Warme Wände schimmeln nicht“, sagt Fey, es komme auf die relative Luftfeuchte zur Raumtemperatur an. Auch sei die Vorstellung verbreitet, dass Fassadendämmung aus Styropor sein müsse. Entscheidend seien jedoch das Baurecht und die Vergaberichtlinien der KfW-Bank, sofern eine Förderung gewünscht ist. Eine weitere Broschüre klärt auf über Brandrisiken in und an Wohngebäuden. Das Rezept „Mit sechs Schritten zum Energiesparhaus“ sei eine Anleitung, die für jedes Wohngebäude und jeden Eigentümer anders ausfallen könne, eine bestimmte Reihenfolge sei nicht zwingend. Sogar für Gebäude, die vom Typ her ähnlich seien, könnten sich im konkreten Fall völlig andere Maßnahmen ergeben. Das Halbieren der Energiekosten im Altbau sei möglich. Fey rät: „Das sollte man mit einem unabhängigen Energieberater besprechen – der Ratsuchende entscheidet am Schluss selber“. Für einen ersten Kosten- und Maßnahmenüberblick empfiehlt Fey, zwei Stunden und 37,50 Euro in den Fragebogen zu investieren, der als „Hessischer Energiepass“ jedoch nicht zu verwechseln sei mit dem gesetzlich geforderten Energieausweis. Außerdem kann mit der Informations-CD der „Hessischen Energiespar-Aktion“ mit dem Titel „Rechnet sich das?“ das Einspar-Potenzial für 26 typische Wohngebäude errechnet werden. Am 10. März wird Pressekoordinator Fey wieder vor Ort sein – dann bringt er den Nachbau einer historischen Flechtwand aus der Bronzezeit mit, die, wie die gesamte Ausstellung bis zum 8. April zu sehen sein wird. Auch ein Energieberater wird dabei sein. In ganz Hessen gebe es nur drei dieser Exponate. Erstaunlich an der Dämmleistung vor Jahrtausenden: Sie entsprach den deutschen Vorschriften von 1995. Bürgermeisterin Schader wies darauf hin, dass jeden zweiten Donnerstag im Monat von 16 bis 19 Uhr im Rathaus eine Energieberatung stattfindet, die Rebecca Gebhardt von der Stadtverwaltung koordiniert: „Für den 10. März können sich Kurzentschlossene noch melden“. Hannelore Nowacki
Information
Die Verbraucherzentrale Hessen hat im Rathaus Bürstadt einen Energiestützpunkt. Jeden zweiten Donnerstag im Monat von 16 bis 19 Uhr findet nach Terminvereinbarung (Telefon 06206/701129) die Beratung durch den Energieberater Diplom-Ingenieur Karl Rösch statt. Das Beratungsentgelt beträgt 5 Euro für 30 Minuten, jede weitere Viertelstunde 2,50 Euro. Themen sind der bauliche Wärmeschutz, Heizungs- und Regelungstechnik, Solarenergie, Stromsparen, Wärmepumpen, Förderprogramme, Wechsel des Energieversorgers und alle weitere Themen des privaten Energieverbrauchs.
Adressen im Internet (aus einem Überblick der „Hessischen Energiespar-Aktion“):
www.energiesparaktion.de
www.energieland.hessen.de
www.bafa.de
www.kfw.de
www.hero-hessen.de
www.energie-effizienz-experten.de
www.verbraucher.de







