Mit Freude Segen von Haus zu Haus gebracht
Kaspar, Melchior und Balthasar wünschen auch im Pfarrgebiet von St. Andreas ein gesegnetes Jahr und bringen Segen von Haus zu Haus – so wie hier beim TIP. Foto: Benjamin Kloos
NIBELUNGENLAND – Rund um den Dreikönigstag am Freitag machen sich bundesweit zahlreiche Kinder und Jugendliche auf den Weg, um Spenden für arme Kinder in der ganzen Welt zu sammeln – so auch im Nibelungenland, sei es in Lampertheim, Hüttenfeld, Biblis, Groß-Rohrheim, Bürstadt oder Bobstadt.
In den Pfarrgebieten von St. Andreas und Mariä Verkündigung ziehen vom 2. bis zum 6. Dezember mehrere Gruppen mit jeweils vier Sternsingern von Haus zu Haus, um mit dem Kreideschriftzug „20*C+M+B+16“ Segen zu bringen. Am Montag statteten Kaspar, Melchior und Balthasar auch dem TIP einen Besuch ab und brachten den Segenswunsch mithilfe eines Aufklebers an der Tür an.
Schon von weitem war der Weihrauch zu riechen, mit dem sich die Kinder und Jugendlichen auf den Weg machten. Angeführt von einem Sternträger zogen die drei Weisen aus dem Morgenland durch die Straßen, in wundervoll passende Kleidung gehüllt waren sie bereits aus der Ferne gut zu erkennen und weckten so Vorfreude bei zahlreichen Anwohnern. Mit dem altbekannten Lied „Stern über Betlehem” stimmten die Heiligen Drei Könige auf das bevorstehende Fest ein, bevor sie mit Versen die Bedeutung der Aktion vorstellten. Mit dem abschließenden Lied „Wir kommen daher aus dem Morgenland” dankten sie für die Geldspende für die weltweit Bedürftigen – und freuten sich gleichzeitig über Süßigkeiten, die nach dem Abschluss des täglichen Ganges unter den Kindern aufgeteilt wurden. Dabei waren die Kinder mit großer Freude bei der Aktion dabei, diese war ihnen trotz regnerischem Wetters auch am Montag anzusehen.
Am Freitag findet der Rückkehrgottesdienst der Sternsinger in der Pfarrgruppe Lampertheim statt – die Kinder und Jugendlichen der Gemeinden St. Andreas und Mariä Verkündigung kommen zum Abschluss der Aktion noch einmal gemeinsam zusammen. Gleiches gilt für die Pfarrgruppe Bürstadt.
In Rosengarten werden die Sternsinger am kommenden Sonntag, 8. Januar, Segen bringen. Passend dazu lautet das aktuelle Leitwort der Aktion „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“, im Rahmen derer die Sternsinger darauf aufmerksam machen, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen ist,
Die Sorge um die Umwelt und schwindende Ressourcen bestimmt das Leben eines Großteils der Bevölkerung Afrikas. Der Klimawandel und seine Folgen tragen entscheidend dazu bei, dass sich Armut und soziale Spannungen ausbreiten. Vor allem in ländlichen Regionen, wie der Turkana im Nordwesten Kenias, sind die Auswirkungen spürbar. Die Turkana, ohnehin eine der ärmsten Regionen des Landes, steht im Fokus der aktuellen Sternsingeraktion. Die Landschaft ist von immer längeren Dürreperioden gekennzeichnet, oft bleibt der nötige Regen monatelang aus. Weideland fehlt, die Tiere der ehemals als Nomaden lebenden Menschen haben nicht ausreichend zu fressen, vermehren sich nicht gut und geben zu wenig Fleisch und Milch. Traditionelle Lebensgrundlagen werden den Viehhirten entzogen. Die Kinder sind unter- und mangelernährt, was ihrer Entwicklung schadet. Ähnlich geht es den Fischern am Turkanasee, der mehr und mehr austrocknet und versalzt.
Die Sternsinger setzen sich jedoch nicht nur in diesem Themenbereich für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt ein. Straßenkinder, Aids-Waisen, Flüchtlingskinder, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in rund 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut und versorgt, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Benjamin Kloos







