Jubiläum: Zehnter Genderbericht der Regionaldirektion Hessen
HESSEN – Zum zehnten Mal in Folge haben Anke Paul und Andrea Herrmann-Schwetje, die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in der RD Hessen, jetzt ihren Genderbericht vorgelegt. Der Bericht bietet einen ausführlichen Überblick über die Entwicklung des geschlechterdifferenzierten Ausbildungs- und Arbeitsmarktes in Hessen und zeigt die regionalen Aktivitäten der BCA des Rechtskreises SGB III zur Verbesserung der Chancengleichheit auf. Die wichtigsten Ergebnisse: Steigende Arbeitsplatzgewinne durch Teilzeitbeschäftigung von Frauen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hessen nahm in den letzten zehn Jahren stetig zu; von 2.094.861 im Juni 2005 auf 2.408.671 im Juni 2015. Die Arbeitsplatzgewinne resultierten dabei in den letzten Jahren vor allem aus der Zunahme der Teilzeitbeschäftigten. Obwohl sich die Zahl teilzeitbeschäftigter Männer seit 2005 stetig erhöht hat, betrifft Teilzeit in größerem Maße Frauen. Gingen 2005 noch 6,3 Prozent aller erwerbstätigen Männer in Hessen einer Teilzeitbeschäftigung nach, waren es 2015 bereits 10,8 Prozent. Dem gegenüber stehen Frauen mit einem Anteil von 46,7 Prozent (2005: 35,0 Prozent). Die Beschäftigungsquote von Frauen lag 2015 in Hessen bei 52,3 Prozent, die der Männer bei 60,2 Prozent.
Frauen häufiger geringfügig beschäftigt
2015 waren 505.616 Frauen und Männer unter 65 Jahren geringfügig beschäftigt. 309.470 übten ausschließlich eine geringfügige Beschäftigung aus. Davon waren fast zwei Drittel (65,6 Prozent oder 208.218) Frauen. Die Zahl der Personen, die neben einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit eine geringfügige Beschäftigung ausüben, ist seit 2005 um knapp 60 Prozent gestiegen und lag im Juni 2015 bei 196.146 Personen.
Frauen stärker von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen
Die Arbeitslosigkeit in Hessen lag 2015 im Jahresdurchschnitt bei 5,5 Prozent (5,4 Prozent Frauen, 5,5 Prozent Männer). Frauen waren stärker von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen: 39,6 Prozent; bei den Männern waren es 35,9 Prozent. Berufsrückkehr und Arbeitslosigkeit betrifft ebenfalls überwiegend Frauen, 2.110 Menschen in Hessen waren nach der Familienphase arbeitslos gemeldet, davon 1.958 Frauen. Den vollständigen Genderbericht findet man im Internet unter: www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mtg0/~edisp/egov-content462864.pdf. zg






