Sie sind hier: Home » Bürstadt und Stadtteile » Gezielte Beratung in allen Fragen
09.40 Uhr | 28. April 2016
Netzwerk Asyl organisiert wöchentliche Sprechstunde für Flüchtlinge

Gezielte Beratung in allen Fragen

Rosi Hartmann (l.) und Sally Uhlmann (Mitte) beraten und unterstützen die Flüchtlinge jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr im Pfarrzentrum St. Michael. Foto: Eva Wiegand

Rosi Hartmann (l.) und Sally Uhlmann (Mitte) beraten und unterstützen die Flüchtlinge jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr im Pfarrzentrum St. Michael. Foto: Eva Wiegand

BÜRSTADT – Sind es nun rechtliche Fragen oder das Ausfüllen von Formularen: Die Unterstützung von Flüchtlingen ist für die ehrenamtlichen Helfer des Netzwerks Asyl mittlerweile eine große Herausforderung geworden. Bei rund zehn verschiedenen Unterkünften in Bürstadt war die Hilfe kaum mehr in den einzelnen Häusern zu leisten, viele kamen auch direkt ins Pfarrbüro zu Rosi Hartmann, deshalb kam die Idee einer zentralen Anlaufstelle gerade recht. „Hier können die Flüchtlinge herkommen und wir Ansprechpartner sind vor Ort. Damit wird alles vereinfacht“, berichteten Rosi Hartmann und Sally Uhlmann, die die Flüchtlinge nun immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr im Gemeindezentrum St. Michael beraten. Ein besonderer Glückfall für das Netzwerk Asyl, denn Sally Uhlmann ist Rechtsanwältin, einen Anspruch auf rechtliche Beratungen gibt es für Flüchtlinge nicht. Viele der Flüchtlinge sind bereits anerkannt, jetzt geht es um Arbeits- und Wohnungssuche, auch die Familienzusammenführung kann nach der Anerkennung beantragt werden. „Da müssen einige Formulare ausgefüllt werden“, berichteten die beiden Ehrenamtlichen. Als Dolmetscher für Arabisch steht Ayed Fatah den beiden zur Seite, aber ist er mal verhindert, funktioniert die Kommunikation mit Englisch – oder Hände und Füße kommen zum Einsatz. Als besonders schwer gestaltet sich die Wohnungssuche, wie die beiden Helferinnen zu berichten wissen. „Viele Wohnungen sind einfach zu teuer“, so Hartmann. Und wenn sich dann zwei junge Männer eine Wohnung teilen möchten, sind oft die Vermieter nicht einverstanden. Das wiederum erschwert den Familiennachzug. Positiv sei allerdings, dass viele Firmen Flüchtlinge anstellen würden, hier hapere es aber oft am Deutsch. Die anerkannten Flüchtlinge sind in Bürstadt jedenfalls sehr gut betreut, nicht zuletzt dank des wöchentlichen Angebots im Gemeindezentrum. Einen Wunsch hegen die beiden Helferinnen dennoch: „Wir suchen Leute, die unsere Sprechstunde mit Kaffee und Kuchen begleiten, so dass vielleicht ein Begegnungscafé daraus wird.“ Außerdem könnten so auch Wartezeiten sinnvoll überbrückt werden, denn dort nutzen mittwochs rund 20 bis 30 Flüchtlinge das Beratungsangebot. Eva Wiegand

 

Beitrag teilen Facebook Twitter

Kommentare sind geschlossen