Erlebnis der frohen Besinnlichkeit und viel Applaus
BÜRSTADT – Ein besonderes Erlebnis der frohen Besinnlichkeit erwartete die Konzertbesucher in der voll besetzten katholischen Pfarrkirche St. Peter am 1. Advent. Unter dem Titel „Lieder zum Advent“ vereinigten sich zwanzig Lieder zu einem ganzheitlichen Genuss mit wechselnden, stimmungsvollen Lichteffekten und Farbnuancen, die Thomas Winkler und sein Team in Szene setzten. Dieses erste gemeinsame Konzert seit der Gründung der Chorgemeinschaft von Männergesangverein 1902 und Gesangverein Volkschor 1907 vor einem Jahr bot im Wechsel mit den ausgewählten Liedern atemberaubende Momente der Besinnlichkeit und des Jubels, wunderschönen Chorgesang und anrührende solistische Partien. Thomas Markowic begleitete die Chöre am Klavier. Immer wieder kam spontaner Beifall auf, am Ende verdientermaßen noch einmal voller Begeisterung. Die Gesamtleitung hatte Musikdirektor Helmut Vorschütz, der den Männerchor und den Gemischten Chor dirigierte, wobei der Männerchor das Publikum zu Beginn mit sanften Abendliedern alle Hektik und Unruhe vergessen ließ. Derart eingestimmt erklang dann Beethovens „Die Himmel rühmen“ wie ein himmlischer Weckruf. In seiner Begrüßungsansprache wünschte Pfarrvikar Detlev Urban den Konzertbesuchern, dass dieses Konzert dazu beitragen möge, die Freude, die die Adventszeit mit sich bringe auch in der heute so geschäftigen Vorweihnachtszeit zu empfinden und mit nach Hause zu nehmen. Am Ende stimmten alle Chormitglieder das lateinisch gesungene „Magnificat“ an, das schließlich in eindrucksvoller Klangfülle von allen zusammen gesungen wurde. Um dahin zu kommen, verließ Helmut Vorschütz seinen Dirigentenplatz und wirkte im Mittelgang. „Wir brauchen Mut“ hatte er dem Publikum zugerufen, das sich zu großen Teilen gerne überzeugen ließ. Zu seiner linken und rechten Seite folgten viele willige Mitsingende seinen Anweisungen. Die Chorsängerinnen sangen weisungsgemäß seitlich neben dem Publikum, auch dies ein besonderes Klangerlebnis, während der Männerchor weiterhin seinen Platz vor dem Altar beibehielt. Mit einem großen Lob des Dirigenten für das Mitsingen ausgestattet, ging das Konzert mit dem letzten gemeinsamen Lied „O du fröhliche“ nach Hause. Dieser Text war im Programmblatt abgedruckt. Auch das „Magnificat“ will Helmut Vorschütz beim nächsten Mal als Text zum Mitsingen verteilen. Zwei Geschichten im Programm nahmen das weihnachtliche Thema auf. Das Christkind in der Krippe machte die silberne Flöte eines Hirtenjungen wieder volltönend, eine wunderbare Begebenheit. In der zweiten Geschichte überlegten die Tiere, was wohl an Weihnachten das Wichtigste sei. Der Fuchs dachte an Gänsebraten, die Eule will es gemütlich haben und der Ochse hat Saufen im Sinn. Vom Esel bekommt der Ochse zu hören: Doch wer denkt daran, dass das Kind die Hauptsache ist? Eine Frage, die der Esel weitergibt: „Wissen das eigentlich auch die Menschen?“ Die beiden Bürstädter Chöre sind mit ihrer Entscheidung zur Chorgemeinschaft zufrieden, auch sei es ein gelungenes Konzert gewesen. Vom Publikum kam prompt Applaus zur Bekräftigung dieser Einschätzung auf. Die Frauen des GV Volkschors ließen das Publikum wissen, dass sie sich beim Männergesangverein wohl fühlen. Hannelore Nowacki
Information
Die Lieder des Männerchors: Die Nacht, Das ist die Nacht, Im Dorf – da geht die Glocke schon, Die Himmel rühmen, Ave Maria und Wir sind voller Freude. Beim zweiten Auftritt: Im Stall zu Bethlehem, Seht es kommt die heilige Zeit, Hört den Ruf der Heiligen Nacht, Lobt Gott ihr Christen, Es ist ein Ros entsprungen, Freu dich Erd‘ und Sternenzelt sowie Luleise Gottes Sohn. Der Gemischte Chor sang Exsultate cantamos Festivo, Ich wollte nie erwachsen sein, Wieder naht der heilige Stern, Adventjodler, Weihnachtsstern, Freude der Hirten und Freuet euch all.







