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10.08 Uhr | 17. November 2015
Gemälde-Ausstellung von Johannes Gebhardt im Alten Rathaus bis 21. November

Drei Lampertheimer haben zusammengefunden

Bürgermeister Gottfried Störmer begrüßte die Idee von Dr. Helmut Kaupe (rechts) und Hans-Karl Asel (links), die Geschichte des Lampertheimer Kunstmalers und Naturfreunds Johannes Gebhardt in einem Buch aufzuarbeiten. Die Ausstellung im Alten Rathaus zeigt bis zum Samstag über dreißig Werke des Künstlers. Foto: Hannelore Nowacki

Bürgermeister Gottfried Störmer begrüßte die Idee von Dr. Helmut Kaupe (rechts) und Hans-Karl Asel (links), die Geschichte des Lampertheimer Kunstmalers und Naturfreunds Johannes Gebhardt in einem Buch aufzuarbeiten. Die Ausstellung im Alten Rathaus zeigt bis zum Samstag über dreißig Werke des Künstlers. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Schöne Landschaften und Natureindrücke rund um Lampertheim, vom Biedensand und vom Altrhein, Burgen im Rheintal, die Alpen und die Lüneburger Heide hatte der Kunstmaler Johannes Gebhardt im Blick, aber auch die Blütenmagie von Stiefmütterchen und Rosen hatte ihn in den Bann gezogen. Wer das künstlerische Schaffen von Johannes Gebhardt näher kennenlernen will, hat noch bis zum Samstag Gelegenheit, eine Auswahl von über 30 Gemälden im Alten Rathaus, Römerstraße 104, zu sehen. Während der Öffnungszeiten der Ausstellung (Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie am Samstag, 21. November, von 9 bis 12 Uhr) steht Dr. Helmut Kaupe für Erläuterungen zur Verfügung. Als begeisterter Verehrer des Kunstmalers hat Dr. Kaupe zusammen mit dem Lampertheimer Fotografen und Gebhardt-Fan Hans-Karl Asel nun auch ein eindrucksvolles Buch herausgegeben, das den Künstler würdigt und zahlreiche Gemälde großformatig in Szene setzt. Zur Ausstellungseröffnung im Alten Rathaus am Montagnachmittag mit Bürgermeister Gottfried Störmer und zahlreichen Gästen ließ Dr. Kaupe die Zuhörer teilhaben an seinen Erlebnissen und Erkenntnissen während seiner zwei Jahre dauernden Recherche zum Buch. Dem Künstler war er dabei immer näher gekommen, ja sogar die beiden Enkelkinder Rainer Gebhardt und Heide Zepter machte er schließlich nach überraschenden Wendungen ausfindig. Kontakte knüpfte Dr. Kaupe bis nach Minnesota in USA, wohin eine ausgewanderte Lampertheimerin ihre „Gebhardts“ mitgenommen hatte. Wie Dr. Kaupe erzählte, hat er seit seiner Kindheit eine sehr persönliche Beziehung zum  Maler. Bei seiner Großmutter Marga beeindruckte ihn das Bild „Winterabend am Hegwasser“, datiert vom 24. Januar 1942, das er später in sein Arbeitszimmer mitnahm. eidHei

Johannes Gebhardt (1898-1970) ist demnach in seiner Heimatstadt und darüber hinaus kein Unbekannter. Gemälde des Kunstmalers und Naturliebhabers finden sich in vielen Haushalten und zwei Ausstellungen in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Heimat-, Kultur- und Museumsverein zu seinem 80. und 100. Geburtstag erinnerten bereits an den verstorbenen Künstler, der bei Professor Carl Küstner in München studiert hatte. Dass es sich nicht um „brotlose Kunst“ handelte, hatte der Künstler bewiesen, denn er ernährte seine Familie mit seinen Werken. Wie viele Gemälde er im Laufe seiner beruflichen Laufbahn als Kunstmaler geschaffen hat, ist allerdings nicht bekannt. Auch wurde sein Leben und Werk bislang nicht umfassend erkundet und aufgearbeitet. Mit dem vorliegenden Buch über den Kunstmaler und Naturfreund Gebhardt, der vor seiner Namensänderung als Johannes Biegi und Biegi-Hannes bekannt war, ist nun auch das geschafft. Hannelore Nowacki

 

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