Bürgerversammlung mit überwältigender Resonanz
Die BILA braucht mehr Unterstützung – die Arbeit müsste auf mehr Schultern verteilt werden. Foto: BILA-Präsentation
LAMPERTHEIM – Ein wunderschöner Sommerabend, bestes Biergartenwetter und zudem noch das EM-Spiel Deutschland/Frankreich am späteren Abend – würde unter solchen Bedingungen die Bürgerversammlung zum Thema „Informationen der BILA zum derzeitigen Planungsstand der Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim und Auswirkungen für die Riedbahn auf Basis des Bundesverkehrswegeplans“ am Donnerstagabend genügend Teilnehmer finden? Die Stadt Lampertheim hatte jedoch vorgesorgt und den abgedunkelten Sitzungssaal im Stadthaus bis auf den letzten möglichen Zentimeter bestuhlt – und hatte damit ins Schwarze getroffen. Kein Sonnenstrahl verirrte sich in die Versammlung, doch der Blick auf die zukünftige Entwicklung im Sinne der BILA, der Lampertheimer Bürger und der Menschen in der gesamten betroffenen Region, in der Metropolregion Rhein-Neckar und darüber hinaus, dürfte sich etwas aufhellen. Die Sprecher der Bürgerinitiative machten Mut angesichts der Reichweite ihrer langjährigen Bemühungen, doch nichts ist wirklich sicher. Ohne weitere Kraftanstrengungen im engen Schulterschluss mit der Politik und verstärkter Unterstützung durch mehr Bürger kann es passieren, dass die Bahn ihre Pläne für die ICE-Neubaustrecke quer durch Wald, Felder und Naturschutzgebiete, dicht an Wohngebieten vorbeiführend, verwirklichen kann. Auch die wesentlich stärkere Belastung der Bestandsstrecken der Riedbahn durch Güterzüge steht bedrohlich für die Lebensqualität im Raum. Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030, veröffentlicht im Frühjahr 2016, ließ die „Bürgerinitiative Lebensraum vor ICE-Trasse Lampertheim“ aufhorchen und beendete die vermeintliche Ruhephase. Karl Hans Geil und Ulrich Guldner vom Sprecherteam der Bürgerinitiative informierten die Bürger anhand reichhaltigen Zahlenmaterials und Übersichtskarten über die bisher gültigen Planungen der Bahn, die aktuellen und die zukünftig erwarteten Streckenbelastungen und zeigten Lösungsmöglichkeiten auf. Ihr Aufruf: Die BILA unterstützen, schauen, wieweit der eigene Zeitrahmen reicht. Denn es gehe um die eigenen Interessen der Bürger. Die Bürgerinitiative trifft sich jeden dritten Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Alten Rathaus. Bitte lesen Sie den ausführlichen Bericht in der nächsten TIP-Ausgabe am Mittwoch. Hannelore Nowacki







