Eine Stadt entwickeln, in der sich alle wohlfühlen
Lampertheim soll dank des Stadtumbaus in neuem Glanz erstrahlen – am Mittwoch traf sich die Lokale Partnerschaft zum ersten Mal, aber auch alle anderen Bürger sind zur Beteiligung eingeladne. Archivfoto: TIP-VerlagLAMPERTHEIM – Am Mittwoch fiel mit dem ersten Treffen der Lokalen Partnerschaft (LoPa) der Startschuss für das ehrgeizige Projekt zur Erstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für die Kernstadt (ISEK) bis hin zum Altrhein. „Dies ist ein großes Thema und wir haben einen straffen und eng getakteten Zeitplan vor uns”, betonte Marius Becker, dessen Büro nh-Projekstadt für die Umsetzung und Koordination mitverantwortlich ist. „Es ist uns wichtig, die Öffentlichkeit von Anfang an mit im Boot zu haben. Denn Transparenz und das Mitwirken der Bürger ist wichtig, um das Projekt zum Erfolg zu führen.” Deshalb gilt: Jeder Einwohner, ob jung oder alt, kann viel bewirken und sich aktiv in den Prozess zur Gestaltung seiner Heimatstadt einbringen.
Hintergrund des Projektes ist, dass die Stadt Lampertheim im Jahr 2016 als einer von 20 neuen Standorten in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen wurde. Am 17. Oktober 2016 überreichte Umweltministerin Priska Hinz den Förderbescheid in Höhe von 291.000 Euro für den Stadtumbau an Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer. Dieser hatte sich von Beginn an für dieses Projekt eingesetzt, um die Stadt und speziell die Innenstadtquartiere städtebaulich aufzuwerten und die Stadt Lampertheim als solches weiterzuentwickeln.
Zu Beginn des Prozesses gilt es nun, gezielte Maßnahmen zu definieren, die ab 2018 umgesetzt werden sollen. Ziel ist es, zum 30. September den Entwurf des integrierten Stadtentwicklunskonzeptes vorzulegen. Dazu diente auch das erste Treffen der LoPa am Mittwoch. Die LoPa setzt sich aus 16 Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Vereinen und Institutionen zusammen und soll sich zunächst gemeinsam dem Thema nähern und Bereiche aussuchen sowie Missstände und Probleme aufdecken und diesen entgegenwirken. Dabei handelt es sich um einen Prozess, der offen ist und sich ständig entwickelt und für zehn Jahre gültig sein soll. Dabei werden neben den beteiligten Organisationen auch Kirchen oder Schulen zu diese betreffenden Themen mit eingebunden.
Neben der LoPa ist aber auch jeder Bürger gefordert, denn das Wissen der Menschen vor Ort ist für die Umsetzung des Stadtumbaus unabdingbar. Denn dieser ist für die Bevölkerung da, die in ihrer Heimatstadt leben. Daher sind auch zwei Termine geplant, an der alle interessierten Bürger teilnehmen können, ebenso ist es erwünscht, dass auch Bürger auf Punkte innerhalb der Stadt aufmerksam machen, an denen Handlungsbedarf besteht. Zur besseren Einbindung der Jugend wird hierzu auch eine digitale Beteiligungsmöglichkeit eingerichtet. Immer unterstützt und begleitet durch das Büro sowie durch Stefan Groß, Stadtplaner und als solar als Projektkoordinator Stadtumbau vor Ort im Rathaus tätig. „Wir sind für Anregungen und Ideen aller Bürger offen, anhand eines Luftbildes können markante Bereiche direkt markiert werden. Die LoPa wird in naher Zukunft zudem einen Rundgang machen um sich diese vor Ort anzuschauen. Ziel ist eine Stadt zu entwickeln, in der sich alle wohlfühlen.” Benjamin Kloos







