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12.52 Uhr | 22. Februar 2017
Wortkultur in der Stadtbücherei am 6. März mit Werken von Peter Liepolt und Nicole Beisel

Von Volleyballgeschichten und einer Nacht in Paris

Freuen sich auf einen literarischen Höhepunkt des Jahres: Die Autoren Nicole Beisel (r.) und Peter Liepolt (l.) sowie Petra Stöckinger (Stadtbücherei Lampertheim; 2.v.l.) und Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher (2.v.r.). Foto: Benjamin KloosLAMPERTHEIM – cultur communal der Stadt Lampertheim lädt am 6. März um 19.30 Uhr zur 17. Veranstaltung in der Reihe „Wortkultur in der Stadtbücherei“ ein.  Bei dieser seit 2007 erfolgreichen Reihe erwartet die Besucher ein besonderer Abend mit zwei lokalen Autoren: Nicole Beisel wird ihren Roman „Eines Nachts in Paris” und Peter Liepolt sein Buch „Wahre Volleyballgeschichten” vorstellen. Für die Bewirtung sorgt der Kiwanis-Club Lampertheim. 

Nicole Beisel, 31-jährige Autorin aus Lampertheim-Hofheim, präsentiert mit „Eines Nachts in Paris” ihr erstes Verlagswerk. Die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte und Mutter eines Sohnes und einer Tochter schreibt jedoch nicht nur, sondern hat Anfang 2016 einen großen Schritt gewagt: Nach einem Jahr Elternzeit ist sie nicht wieder in ihren alten Beruf zurückgekehrt, sondern hat sich als Korrektorin, PR-Texterin und Autorin selbstständig gemacht. Und die Zeit gab ihr recht: Denn im September unterschrieb sie einen Vertrag mit dem Masou-Verlag, das erste dort erschienene Buch „Eines Nachts in Paris“ wurde im Oktober veröffentlicht. Zuvor hatte Nicole Beisel in Eigenregie und im Self-Publishing-Verfahren Bücher geschrieben und verlegt – insgesamt sind es nunmehr zwölf Werke. Das Lesen von Romanen war es, das in ihr den Wunsch erweckt hat, selbst solche Geschichten zu erschaffen, sodass sie vor fünf Jahren mit dem Schreiben ihres Debütromans „Dieser eine Brief“ begann.

Im Roman „Eines Nachts in Paris” dreht sich alles um die Liebe. Doch in der Stadt der Liebe glaubt Jerome zunächst nicht mehr an den Zauber der Stadt, denn er selbst hat seine Liebe aufgrund eines folgenschweren Fehlers für immer verloren. Geplagt von Schuldgefühlen geht er seinen traurigen Weg und trifft eines Nachts auf Sophie. Ihr trauriger Blick weckt ein seltsames Gefühl in ihm. Er fühlt sich geradezu dazu verpflichtet, sie aus ihrem Kummer zu befreien und sie wieder zum Lachen zu bringen. Eine ganz besondere Freundschaft entsteht, in der tief vergrabene Geheimnisse einander anvertraut werden… Wie weit wird ihre Freundschaft, die nicht nur ein, sondern gleich zwei Leben verändert, gehen?

Wahre Volleyballgeschichten

Interessante, humorvoll, traurige und faszinierende Geschichten rund um den Volleyball präsentiert Peter Liepolt. Der Vorsitzende des Kiwanis-Club aus Lampertheim blickt auf eine bewegte Sportlerkarriere zurück – Volleyballmeister in der zweiten spanischen Liga mit CV Zaragoza, als erfolgreiche Jugend- und Damentrainer und als Hessischer Auswahltrainer. Dabei nutzte er seine vielfältigen Kontakte in die Welt des Volleyball, um persönliche Anekdoten zusammenzutragen, die keineswegs nur für Sportfans interessant sind. Anekdoten wie die von Olga Jurjewna Krivosheeva, russische Olympiasiegerin in Seoul 1988. Wegen des plötzlichen Todes des russischen Staatschefs wurden alle Sport- und Kulturveranstaltungen in Moskau abgesagt, auch die Spiele der Volleyball-Pokal-Finalrunde, an der die Spielerin mit ihrem Verein aus dem Süden Kasachstans teilnehmen sollte. Da alle Flüge an den Folgetagen ausgebucht waren, musste die Mannschaft die mehrtätige Zugfahrt zurück auf sich nehmen. Doch anstatt sich ausruhen zu können, ließ der Trainer mehrmals am Tag das Abteil räumen und seine Mannschaft im Zug trainieren. 

Oder die eines Volleyballtrainers, der auf Hawaii zufällig Tom Selleck traf und gegen den Fernsehstar der Serie Magnum, selbst leidenschaftlicher Beach-Volleyballer, ein Spiel am Strand von Honolulu bestreiten durfte.

Alle Geschichten sind wahr  und stammen von Amateurspielern und Profis, von Deutschen Meistern und Olympiasiegern, von Trainern und Funktionären aus der ganzen Welt, von Deutschland über Russland und Italien bis nach Botswana – und immer mit persönlichem Bezug und aus der Ich-Perspektive geschrieben. Herausgekommen ist ein wunderbares Werk, dass der Hüttenfelder Peter Liepolt am 6. März einer breiten Öffentlichkeit präsentieren möchte.

Beide Werke sind übrigens selbstverständlich auch als Leihbücher in der Stadtbücherei erhältlich.

Mit der „Wortkultur in der Stadtbücherei“ bietet cultur communal ein Forum für lokale Lesungen an. Jeweils am ersten Montag im März und November haben die Lampertheimer Bürger die Möglichkeit, lokale und regionale Autoren und ihre Werke persönlich kennen zu lernen. Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher freut sich, dass sich nach wie vor Künstler aus der Region finden, die das Projekt „Wortkultur” anspricht. Der Eintritt zur Wortkultur am 6. März in der Stadtbücherei ist wie immer frei. Benjamin Kloos

 
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