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11.54 Uhr | 30. Januar 2017
Evangelischer Posaunenchor wird von Simon Kräuter dirigiert

Spaß an der Musik und abwechslungsreiches Programm

Der Evangelische Posaunenchor Hofheim spielt bei Gottesdiensten und begeistert das Publikum bei vielen Anlässen mit Unterhaltungsmusik. Zu den großen Ereignissen zählen die Kirchenkonzerte. Dirigent Simon Kräuter leitete am Freitag seine zweite Probe. Foto: Hannelore NowackiHOFHEIM – Der Evangelische Posaunenchor Hofheim probte am Freitagabend schon zum zweiten Mal mit dem neuen Dirigenten Simon Kräuter, der die Nachfolge von Sebastian Blaut angetreten hat. Der Vereinsvorstand und der 24-jährige Musiker selbst informierten im Rahmen einer Pressekonferenz im Gemeindezentrum der Friedenskirche über dessen Ausbildung, musikalischen Werdegang und Erfahrung als Dirigent. Im Alter von erst sechs Jahren begann Simon Kräuter seine musikalische Ausbildung auf dem Euphonium, um etwas später zur Posaune zu wechseln, der er bis heute treu geblieben ist. In Mannheim an der Musikhochschule studiert er seit 2012 Posaune klassisch und Jazz und spielt Tenor-, Alt- und Bassposaune, aber auch Basstrompete. Erster Vorsitzender Wolfgang Herbert erwartet vom neuen Dirigenten neue Impulse und die musikalische Weiterentwicklung des Posaunenchors. „Die Vielfalt wird bei uns großgeschrieben“, erklärte Pressewartin Ingrid Trübe, doch Jazz habe bislang nicht zum Repertoire gehört, sie freue sich auf eine Bereicherung der Unterhaltungssparte. Der in Tuttlingen zwischen Schwarzwald und Bodensee aufgewachsene junge Dirigent ist in der Welt der Musik bereits weltweit herumgekommen und blickt auf eine eindrucksvoll lange Liste internationaler Konzerttätigkeit zurück, unter anderem in Hongkong, Macao, Singapur, Costa Rica sowie in mehreren europäischen Ländern. 2015 ging er in die USA, um bei John D. Rojak und Steve Davis an der Hartt School of Music zu studieren, nahm dort außerdem Dirigier-Unterricht und hat mehrfach das Hochschulorchester und ein Blasorchester dirigiert. Im Sommer 2015 spielte er unter Maestro Kurt Masur und Johannes Gustavsson im schwedischen Trollhättan im „Aurora Symphony Orchestra“. Bei weiteren bekannten Dirigenten wie Edward Cumming und Klaus Arp spielte er ebenfalls. Mit eigenen  Kompositionen und Arrangements begeisterte er die Fachwelt wie beim Mannheimer „Crossover“-Ensemble-Wettbewerb, den er mit seinem Posaunenquartett gewann. Kein Geheimnis macht der freischaffende Posaunist aus seinen beruflichen Wunschzielen – er möchte eines Tages in einem großen, klassischen Symphonieorchester spielen. Als Ziele beim Evangelischen Posaunenchor nannte Kräuter „Spaß an der Musik haben“ und „versuchen, das Programm in Konzerten und Proben interessant und abwechslungsreich zu gestalten, so dass auch die Zuhörer einen Genuss daran haben“. Einen ersten Auftritt anlässlich einer Diamantenen Hochzeit hat Kräuter schon absolviert, am kommenden Sonntag wird der Evangelische Posaunenchor beim Gottesdienst spielen. Das große Kirchenkonzert findet am 11. November statt. Im Jahr des Reformationsjubiläums werde bestimmt ein Stück von Martin Luther dabei sein, kündigte der Vorstand an. Der 35 Mitglieder zählende Evangelische Posaunenchor probt freitags jeweils zwei Stunden ab 19.30 Uhr. Wer ein Instrument spielen oder erlernen möchte, ist jederzeit willkommen. Schlagzeuger und Holzbläser mit Klarinette, Flöte und Saxofon spielen mit, die Blechbläser sind mit Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn, Bariton, Euphonium, Posaune und Tuba vertreten, einzig das Waldhorn fehlt noch. Hannelore Nowacki

Information

Der Vorstand: Erster Vorsitzender Wolfgang Herbert, Zweite Vorsitzende Veronika Ofenloch, Schriftführerin Silke Dautenheimer, Rechner Christian Marquard, Beisitzer sind Melina Pauly und Peter Vetter. Musikalischer Leiter ist Dirigent Simon Kräuter. 

 

 

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