Hofheimer Bürgerhaus wird zu neuem Glanzstück
Freuen sich auf den Start des geplanten Um- und Erweiterung des Bürgerhauses Hofheim: Erster Stadtrat Jens Klingler und Ortsvorsteher Alexander Scholl (v.l.). Foto: Benjamin Kloos
HOFHEIM – Bald geht es los: In und um das Bürgerhaus Hofheim starten umfangreiche Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen, einhergehend mit einer energetischen Sanierung des Gebäudes. Bevor zum Ferienbeginn der Spatenstich erfolgt, war es Ortsvorsteher Alexander Scholl, dem Ersten Stadtrat Jens Klingler sowie Christian Hering von der Stadtverwaltung ein Anliegen, die Bürger nochmals detailliert über die Bauzeit und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Öffnungs- und Nutzungszeiten des Bürgerhauses und der Verwaltung hinzuweisen.
Dabei wird aus dem bisherigen Bürgerhaus ein zweigeteiltes Gebäude, dass durch eine sichtbare Mauer getrennt wird: Auf der einen Seite bleibt der Saal als Veranstaltungsort erhalten, auf der anderen Seite wird eine neue, moderne und dreizügige Kinderkrippe für bis zu 36 Kindern entstehen. Der Bürgerhaussaal erfährt in diesem Zusammenhang durch einen barrierefreien Anbau in Richtung Friedhof mit Garderobe und Toiletten ebenfalls eine Aufwertung.
Im Zuge der Baumaßnahmen wird das gesamte Bürgerhaus einer energetischen Sanierung unterzogen: Neue Fenster, ein neues Dach, neue Böden und neue Technik werden das Bürgerhaus zu einem völlig neuen Gebäude machen. „Dies ist erst der Anfang, langfristig möchten wir alle städtischen Gebäude in Sachen Energie auf den neusten Stand bringen”, betonte Jens Klingler.
Eine Veränderung bringt der Umbau auch für die Verwaltung mit sich: Die Außenstelle des Lampertheimer Rathauses wird inklusive der Bücherei während des Umbaus in die Kirchstraße 2 ziehen – und nach dem Umbau ins dort direkt gegenüberliegende Alte Rathaus, das so ebenfalls einer neuen und sinnvollen Nutzung übergeben wird.
Die für dieses Projekt im Haushalt bereitgestellte Summe beträgt 2,2 Millionen, verteilt auf dieses und das kommende Jahr. Aufgrund eines kommunalen Investitionsprogrammes ist für 1,8 Millionen Euro eine spezielle Förderung möglich: 90 Prozent dieser Summe sind bezuschussungsfähig, die Anträge hierfür gestellt.
Transparent von Anfang an
Wichtig war allen Beteiligten aus Verwaltung und Kommunalpolitik, die bei dem Projekt Hand in Hand zusammenarbeiten, neben dem Nutzungskonzept auch dem steigenden Bedarf nach einer Kinderbetreuung gerecht zu werden. Dabei wurden die Vereine und Nutzer des Bürgerhauses von Beginn an mit einbezogen, im Rahmen einer Informationgsgruppe erfolgt auch aktuell und über die gesamte Bauzeit ein intensiver Austausch, bei dem Anregungen und Wünsche seitens der Nutzer immer erwünscht sind und teilweise bereits mit in die Planung einbezogen wurden.
Dass eine solch umfangreiche Baumaßnahme auch Einschränkungen mit sich bringt, sei allen Beteiligten und Betroffenen bewusst, erläuterte Ortsvorsteher Scholl. Aber von Anfang an sei es gelungen, alle mit ins Boot zu nehmen, auch dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Die Vereine und Nutzer haben für das kommende Jahr Planungssicherheit, auch durch ein durch die Stadt ins Leben gerufene Raumkonzept, dass derzeit seinen Feinschliff erfährt und in Kürze den Vereinen vorgestellt werden wird. Auch dann seien selbstverständlich noch Wünsche und Änderungen möglich, betonten die Verantwortlichen.
„Die Einschränkungen für die Nutzer des Bürgerhauses sollen so gering wie möglich bleiben. Da es in Hofheim selbst keine passenden Ersatzräume für Veranstaltungen wie beispielsweise die Fastnachtssitzungen gibt, haben wir die Bauzeitenplanung angepasst, so dass für bestimmte Zeiträume die Nutzung nach wie vor möglich ist”, erläuterte Christian Hering. So seien die Aufführungen der Krautstorze, die Sitzungen des HCV aber auch verschiedene Advents- und Weihnachtsfeiern gesichert. In den Sommerferien dieses Jahres plus/minus zwei Wochen sowie ab März 2017 bis zum Ende der Bauzeit sei eine Nutzung jedoch nicht möglich. Nach den Sommerferien 2017 soll das fertige Bürgerhaus übergeben werden.
Ein Gewinn für Hofheim
„Für Hofheim ist dies eine tolle Sache, wir schlagen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe”, freut sich Ortsvorsteher Alexander Scholl. „Denn wir sichern durch den Ausbau der Kinderkrippe die langfristige Betreuung in unserem Stadtteil, dennoch bleiben die Räume für die Vereine und Kulturtreibenden erhalten und das Gebäude wird gleichzeitig energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Als weiterer positiver Aspekt wird das Alte Rathaus sinnvoll als Außenstelle der Verwaltung mit in das Konzept eingebunden.”
Auch der Erste Stadtrat Jens Klingler zeigte sich von den Planungen, besonders aber von der Umsetzung seitens der Hofheimer begeistert. „Hier in Hofheim haben Sie etwas besonderes, auf dass Sie stolz sein können: Sie haben die Idee zur Umgestaltung des Bürgerhauses nicht nur angenommen, sondern setzen diese in die Tat um und treiben das Projekt voran. Alle schauen hier positiv nach vorne. Der Ortsbeirat hat die Vereine und Nutzer frühzeitig mit eingebunden und der Ortsvorsteher ist immer als Ansprechpartner da und gleichzeitig Bindeglied zur Verwaltung. Es ist toll, dass alle Veranstaltungen auch während der Bauphase durchgeführt werden können — mit Ausnahme des Ostertanz der SPD, aber auch dafür finden wir sicher eine Lösung.” Benjamin Kloos







