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10.38 Uhr | 28. Juni 2016
LGL engagiert sich mit Spendenlauf für Projekte in Ecuador und Peru / Schulfest am 14. Juli

„Jeder einzelne Euro, jede einzelne Runde zählt”

Nach dem Erdbeben vom 16. April 2016 sind in Porto Viejo viele Häuser zerstört. Auch über 500 Schulen wurden in der Region zerstört. Foto: Diakonie Katastrophenhilfe

Nach dem Erdbeben vom 16. April 2016 sind in Porto Viejo viele Häuser zerstört. Auch über 500 Schulen wurden in der Region zerstört. Foto: Diakonie Katastrophenhilfe

LAMPERTHEIM – Alle drei Jahre feiert das Lessing-Gymnasium in Lampertheim (LGL) ein großes Schulfest – in diesem Jahr ist es wieder so weit: Am 14. Juli ab 16 Uhr wartet auf die Schüler, Eltern, Lehrer und alle, die der Schule nahestehen, ein abwechslungsreiches Programm. Ob eine Lesewerkstatt, ein Rauschparcours, ein Gruselkabinett, Eurolympics, Torwandschießen, die Herstellung und der Verkauf von Lesezeichen, ein Musiktheater, der Raketenbau und Start von „Wasserraketen”, Musik, Geschicklichkeitswettbewerbe oder die Ausstellung von Galerien verschiedener Aktivitäten der Schüler, für jeden ist etwas dabei.

Solidaritätslauf für Ecuador und Peru

Ein Höhepunkt im Zusammenhang mit dem Schulfest wird ein extra organisierter Sponsorenlauf sein – oder besser gesagt ein Solidaritätslauf. Denn sowohl die Läufer als auch die Sponsoren können sich mit den Spendenempfängern auf besondere Art und Weise solidarisch zeigen.

„Die Schüler gewinnen doppelt: Denn erstens können sie durch den Lauf und die sportliche Herausforderung etwas für sich selbst und ihre Gesundheit tun, und zweitens laufen sie für einen guten Zweck”, erläuterte der stellvertretende Schulleiter Frank Bocksnick.

Der Lauf wird am 11., 12. und 13. Juli unter Organisation der Schüler der Klasse 8d und des Wahlunterrichtes Sport sowie der Sportlehrkräfte durchgeführt. Die Streckenlänge beträgt 200 Meter, die Laufzeit zwölf Minuten, es laufen jeweils die einzelnen Klassen bzw. Jahrgänge. Im Vorfeld suchen sich Schüler Sponsoren, die vorab einen Spendenbetrag pro gelaufener Runde angeben. Diese tragen sie auf ihrer „Laufkarte” ein, ebenso wie nach dem Lauf die absolvierten Runden.

„Wir hoffen auf zahlreiche Runden und vor allem auch auf zahlreiche Sponsoren – ob Eltern, Freunde oder Lampertheimer Geschäfte, jeder ist willkommen”, wirbt Frank Bocksnick um Unterstützung und zahlreiche Spenden. Erfahrungsgemäß wird der Durchschnitt an gelaufenen Runden bei zehn Runden liegen, so dass sich die Sponsoren vorab über die Höhe der Summe pro Runde Gedanken machen können.

Dr. Haist wirbt persönlich für Projekt

Zur Vorstellung des Solidaritätslauf wurde eigens der ehemalige Schulleiter des LGL, Dr. Jürgen Haist, live aus Ecuador via Skype zugeschaltet. Eindrucksvoll warb er für den Lauf und insbesondere für den Spendenzweck. „Ich freue mich sehr, dass meine ehemalige Schule unsere Aktion vor Ort in Ecuador unterstützt”, betonte Dr. Haist. „Nach einem heftigen Erdbeben, bei dem es nahezu 700 Tote und zahlreiche Verletzte gab, sind mehr als 500 Schulen zerstört. Unser Ziel ist es, einer dieser Schulen zu helfen, sie wieder aufzubauen und die Patenschaft für sie zu übernehmen. Denn gerade das betroffene Gebiet zählt zu den ärmeren in Ecuador”, so Dr. Haist weiter, der von seiner eigenen Erfahrung mit dem Beben sprach. „Auch wenn wir 200 Kilometer vom Epizentrum entfernt sind haben wir es am eigenen Körper gespürt. Die Lampen sind durch die Luft geflogen, vor dem Haus hat ein Betonpfeiler geschwankt. Vor Ort selbst trauen sich viele Menschen immer noch nicht nachts in ihre Häuser, viele Menschen sind traumatisiert. Hier ist dringend Hilfe nötig.” Mit seiner eigenen Schule hat er bereits 170.000 Dollar gesammelt, nun freut er sich über die Hilfe aus seiner alten Heimat.

Ein weiterer Teil des Spendenlauferlöses wird an „Los Amigos – Hilfe für arme Kinder in Peru” gehen. Dieses Projekt, welches das einzige staatliche Kinderkrankenhaus in Peru unterstützt, besteht nunmehr seit zehn Jahren und wird in der mittlerweile dritten Schülergeneration fortgeführt. Das gesammelte Geld wird dabei direkt an die Krankenhausleiterin – eine Cousine des Mannes der LGL-Lehrerin Ida Garaycochea – überwiesen, so dass die Spenden wirklich genau dort ankommen, wo sie benötigt werden: Bei den Kindern. Der Erlös des Schulfestes selbst wird lokalen Projekten zugute kommen.

„Jeder einzelne Euro, jede einzelne Runde zählt und ist für die Projekte vor Ort wichtig”, sind sich alle Beteiligten einig und hoffen auf eine starke Laufleistung seitens der Schüler, zahlreiche Sponsoren und eine stolze Summer, die an die beiden wichtigen Projekte überwiesen werden können. Benjamin Kloos

 

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