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22.36 Uhr | 27. Juni 2016
Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht informiert über Angebot im Kreis Bergstraße

Agentur für Arbeit plant neuen Integrationskurs „KompAS“

Christine Lambrecht (zweite von links) sowie Birgit Förster (vierte von links) und weitere südhessische SPD-Abgeordnete vor der Agentur für Arbeit in Darmstadt. Foto: oh

Christine Lambrecht (zweite von links) sowie Birgit Förster (vierte von links) und weitere südhessische SPD-Abgeordnete vor der Agentur für Arbeit in Darmstadt. Foto: oh

KREIS BERGSTRASSE – „KompAS“ steht für Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb und möchte Flüchtlingen ermöglichen, Deutsch zu lernen und parallel Berufspraxis zu sammeln. Auch im Kreis Bergstraße ist geplant, die neue Integrationsmaßnahme umzusetzen. Dies erfuhr die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht im Rahmen eines Gespräches mit Birgit Förster, Vorsitzendes Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt, die für den Bereich Südhessen zuständig ist. Lambrecht lobte die Planungen: „KompAS sieht vor, dass Spracherwerb und Heranführung an den Arbeitsmarkt möglichst frühzeitig und parallel zueinander erfolgen. Das ist sehr zu begrüßen, denn gute Deutschkenntnisse und eine schnelle Arbeitsaufnahme sind beides wichtige Voraussetzungen für eine gelungene und nachhaltige Integration.“

Förster erläuterte gegenüber den am Gespräch teilnehmenden südhessischen SPD-Abgeordneten aus dem Bundes- und Landtag, dass KompAS von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Abstimmung mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entwickelt wurde. Vorgesehen ist ein sechs monatiger Sprachkurs, der vom BAMF finanziert wird. Parallel zum Deutschunterricht kann über einen Zeitraum von drei Monaten Berufspraxis erworben werden. Die Kosten hierfür übernimmt die BA, die Maßnahmen der Arbeitsförderung anbietet. Hierzu gehören Trainingsmaßnahmen und Praktika ebenso wie die Erfassung der beruflichen Kompetenzen. So soll eine spätere Arbeitsaufnahme gezielt und frühzeitig gefördert werden. Dabei richtet sich KompAS sowohl an Asylbrechtigte und anerkannte Flüchtlinge, die Leistungen nach dem SGB II erhalten, als auch an Asylbewerber mit einer guten Bleibeperspektive. Im Kreis Bergstraße soll nach den bisherigen Planungen alle zwei Monate ein Kurs mit 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern starten. zg

 

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Geschrieben in Worms

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