Wiederwahl von Brigitte Stass als Stadtverordnetenvorsteherin
Brigitte Stass trat am Freitag ihr Amt als neu gewählte Stadtverordnetenvorsteherin an – ihre dritte Amtszeit in Folge. Bürgermeister Gottfried Störmer gratulierte ihr – beide mit einem strahlenden Lächeln. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die Zuschauerreihen im großen Sitzungssaal des Stadthauses waren voll besetzt, das Interesse der Bürger am politischen Geschehen offensichtlich groß. Insgesamt hatte jedoch eine Vielzahl der stimmberechtigten Bürger in Lampertheim bei einer Wahlbeteiligung von nur etwas mehr als 40 Prozent der Lokalpolitik die kalte Schulter gezeigt, was die wiedergewählte Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass in ihrer Rede bedauerte. Zum ersten Mal nach der Kommunalwahl am 6. März waren die Stadtverordneten am Freitagabend im Stadthaus zur Sitzung zusammengekommen. Diese konstituierende Sitzung eröffnete Bürgermeister Störmer, wie es die Hessische Gemeindeordnung vorsieht. Besonders den neu Gewählten, die ein Drittel der insgesamt 45 Parlamentarier ausmachen, aber auch den wiedergewählten Abgeordneten sprach Störmer seine Glückwünsche aus, verbunden mit dem Wunsch nach konstruktiver Zusammenarbeit . „Mit der Wahl haben Sie ein Ehrenamt übernommen, für das Sie viele Stunden zu opfern bereit sind“, sagte Störmer und wünschte den Stadtverordneten „Kraft und Ausdauer“ um die Aufgaben der Zukunft zu lösen. „Das erwarten die Lampertheimer von uns“, betonte Störmer. Nachdem der Bürgermeister die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt hatte, führte Karl Heinz Berg als festgestellter Altersvorsitzender die Sitzung bis zur Wahl der neuen Stadtverordnetenvorsteherin weiter. In seiner Rede wies Berg darauf hin, dass die neue Legislaturperiode keinen völligen Neubeginn darstelle, die finanziellen Rahmenbedingungen müssten eingearbeitet werden. Zur vertrauensvollen Basis, gehöre der „faire, offene Austausch“. Sein Appell an die Stadtverordneten: „Wir brauchen Fairness und Toleranz, keine Rechthaberei und Profilsucht im Ringen um die beste Lösung“. Bei der Bildung des Wahlausschusses berücksichtigte Berg den im Vorfeld schriftlich vorgetragenen Wunsch der Fraktionen nach jeweils einem Vertreter, wobei die Wahlausschussmitglieder selbst für kein weiteres Wahlamt kandidieren sollten. Mit Christiane Krotz (SPD), Detlev Reppert (CDU), Dr. Carl-Michael Bergner (FDP) und Gregor Simon (Bündnis 90/Die Grünen) nahm der Wahlausschuss unter Leitung von Karl Heinz Berg die Arbeit auf. Zur Wahl des Stadtverordnetenvorstehers gab es neben der Kandidatin Brigitte Stass (SPD) keine weiteren Vorschläge. In geheimer Abstimmung wurde sie mit 25 Ja-Stimmen bei 16 Gegenstimmen und drei Enthaltungen wiedergewählt. Nur 44 gültige Stimmzettel waren abgegeben worden, da ein FDP-Abgeordneter fehlte. „Ziel der Kommunalpolitik ist für mich, dem Gemeinwohl zu dienen“, sagte Stass in ihrer Antrittsrede. „Durch Engagement kann auch das Interesse der Nichtwähler geweckt werden“, zeigte sich Stass überzeugt. Sie wolle in den kommenden Jahren zeigen, dass Politik zu erleben sei: „Wir haben viel vor“. Den „alten Hasen“ wünschte sie ein „weiter so“, den Neuen „auf ein Neues“. Unter Vorsitz von Stass wurde die Sitzung fortgeführt. Schnell war der nächste Punkt der Tagesordnung „Gültigkeit der Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung sowie zu den Ortsbeiratswahlen der Ortsbezirke Hofheim und Hüttenfeld“ einstimmig beschlossen. Ein neuer Magistrat konnte noch nicht gewählt werden. SPD und FDP als neue Koalition in dieser Legislaturperiode hatten die Änderung der Hauptsatzung beantragt. Der Entwurf einer Neufassung der Hauptsatzung war den Stadtverordneten zugegangen. Beschlossen wurde einstimmig, dass der Entwurf nur zur Kenntnis genommen wurde und erst in der nächsten Sitzung am 3. Juni beraten und beschlossen werden kann. Hannelore Nowacki







