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12.50 Uhr | 3. März 2016
CDU will in Lampertheim Verantwortung übernehmen / „Realistische Zukunftspolitk statt leere Versprechungen”

„Stehen für Politik der Machbarkeit”

Lampertheims CDU-Spitzenkandidat Edwin Stöwesand und Andreas Ott, parteiloser Kandidat auf der Liste der Union, im Gespräch mit TIP-Redaktionsleiter Benjamin Kloos (v.l.). Foto: oh

Lampertheims CDU-Spitzenkandidat Edwin Stöwesand und Andreas Ott, parteiloser Kandidat auf der Liste der Union, im Gespräch mit TIP-Redaktionsleiter Benjamin Kloos (v.l.). Foto: oh

LAMPERTHEIM – „Wir wollen Lampertheim voranbringen – und zwar mit einem Zukunftskonzept, das finanzierbar ist. Deshalb stehen wir für eine Politik der Machbarkeit, ohne überzogene und unrealistische Forderungen”, betonen der Spitzenkandidat der CDU Lampertheim für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung, Edwin Stöwesand, sowie Andreas Ott, der sich als parteiloser Kandidat ebenfalls auf der Liste der CDU für die Wahlen am Sonntag hat aufstellen lassen. In einem Gespräch mit dem TIP erläuterten die beiden Christdemokraten die Ziele ihrer Partei für die kommenden fünf Jahre in Lampertheim und blickten stolz auf das bisher Erreichte zurück: „Im Gegensatz zu anderen Parteien konnten wir nahezu alle Ziele erreichen und umsetzen, lediglich zwei Forderungen sind noch in Arbeit. Wir wollen Lampertheim auch zukünftig voranbringen, mit einem jungen Team mit frischen Ideen, aber auch der kompetenten Erfahrung durch jahrelange Kommunalpolitik.”

Ein wesentliches Thema für die CDU liegt direkt vor der Haustür: „Im Bereich der Vermarktung der Innenstadt aber auch bei der Ausschreibung und Vermarktung von Gewerbegebieten haben wir derzeit einen Stillstand. Und das, obwohl Lampertheim ein idealer Standort für Gewerbetreibende ist: Wir haben eine ausgezeichnete Lage nahe den Autobahnen 6, 5 und 67, die Nähe zu Mannheim und Frankfurt, gut ausgestattete Schulen und ein hervorragendes Vereinsleben. Hier kann und muss viel mehr geschehen”, fordert Edwin Stöwesand, verweist aber gleichzeitig auf ein wesentliches Problem, welches dringend behoben werden muss: „Wir treten dafür ein, dass Lampertheim und alle Stadtteile einen schnelleren Internetzugang mit ausreichender Bandbreite erhalten.” Gleichzeitig fordert Andreas Ott, die bestehenden Gewerbegebiete über die SEL offensiver zu vermarkten, gerade auch mit Blick auf den Haushalt: „Luftschlösser, wie andere Parteien sie versprechen, sind nicht der Stil der CDU. 2017 muss die sogenannte schwarze Null im Haushalt stehen. Bis dahin ist angesichts des aktuellen Schuldenberges von 45,3 Millionen Euro noch ein weiter Weg. Dabei lehnen wir eine Konsolidierung rein über Steuererhöhungen ab”, so Andreas Ott. „Mehr Gewerbeansiedlung bedeutet mehr Einnahmen ohne Steuererhöhung und gleichzeitig mehr Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort, ebenso benötigen wir mehr Baugebiete”, stellte Edwin Stöwesand Alternativen zur Finanzierung dar.

Im Bereich der Innenstadt strebt die CDU ein neues Konzept unter Einbeziehung von Fachleuten an. „Die Fußgängerzone muss attraktiver werden, allein schon durch die Bebauung. Und wir müssen gerade in diesem Bereich dafür sorgen, dass es mehr Angebote gerade für junge Menschen gibt.” Als ein weiteres Problem, dass dringend zu beheben sei, machten die Christdemokraten die Parkplatzsituation aus: „Das Parkhaus ist renovierungsbedürftig und nicht nur wegen der zu engen Parkplätze unattraktiv. Generell sind zu wenig Parkmöglichkeiten in der Kernstadt vorhanden, dies werden wir ändern.”

Doch auch die Stadtteile seien der Union sehr wichtig und dürften nicht vergessen werden: Ob Barrierefreiheit in allen Stadtteilen – hier möchte die CDU direkt nach der Wahl zunächst Hofheim barrierefrei machen – oder mehr Einkaufsmöglichkeiten, besonders in Hüttenfeld, die CDU möchte sich vielfältig für die Bewohner in den Stadtteilen einsetzen. Dazu gehört auch das Thema Verkehr und die entsprechende Entlastung der Anwohner. Hierzu zähle auch der Aufbau eines Straßensanierungskonzeptes für ganz Lampertheim. „Nach wie vor stehen wir zu unserer Forderung nach einem Autobahnanschluss an die A67”, stellte Stöwesand zudem klar.

Wichtig ist es der CDU, bezahlbaren Wohnraum gerade auch im sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Und in Bezug auf die Flüchtlinge steht die CDU weiterhin zur dezentralen Unterbringung. „Dies war die richtige Entscheidung, so wurde mögliches Konfliktpotential entschärft. Dank vieler Ehrenamtlicher und auch der Vereine gelingt in Lampertheim eine gute Integration. Daher wollen wir die Vereine auch weiterhin fördern”, so Stöwesand.

„Wir sind bereit für den Wechsel – geben Sie uns am Sonntag Ihre Stimme, nur so können Sie den Stillstand in Lampertheim verhindern”, werben die Christdemokraten um ein gutes Ergebnis und die Möglichkeit zur Regierungsbeteiligung. Benjamin Kloos

 

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