Kostenlose Beratung für den Schritt in die berufliche Selbständigkeit
„Ring frei zum Gründen“ heißt es am 16. November auch in Biblis. Bürgermeister Felix Kusicka (rechts) und Projektleiter Jens Hohmann laden potenzielle Existenzgründer und Unternehmensnachfolger zur Anmeldung ein. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Die Gründerberatung wird in Zukunft regelmäßig in Biblis zu Gast sein. Das hat Bürgermeister Felix Kusicka mit dem Projektleiter des Regionalen Gründerzentrums Lorsch Jens Hohmann vereinbart. Am Montag, 16. November von 10 bis 16 Uhr veranstalten die Gemeinde Biblis und das Gründerzentrum den 1. Existenzgründertag im Rathaus von Biblis. In dieser Woche findet auch die nationale Gründerwoche statt. Existenzgründer, Jungunternehmer, Freiberufler und Unternehmensnachfolger haben in Biblis die Chance, im Rahmen einer individuellen einstündigen Initialberatung wertvolle Informationen rund um die berufliche Selbständigkeit zu erhalten. Da die Interessenten sich vorher anmelden, wird es keine Warteschlangen geben. Die Beratungen finden in ruhiger Atmosphäre in einem Büro des Rathauses statt und sind kostenfrei. Wer verhindert ist, kann sich auch nach Terminvereinbarung in Lorsch beim Regionalen Gründerzentrum Lorsch kostenfrei beraten lassen. Die Idee, in Biblis einen Existenzgründertag anzubieten zündete bei der feierlichen Eröffnung des neuen Tanzstudios in Biblis, wie Bürgermeister Felix Kusicka und Projektleiter Jens Hohmann im Rahmen eines Pressegesprächs im Rathaus erklärten. Der Bürgermeister sieht in dieser Aktion weitreichende Chancen für die Gemeinde Biblis, die sich mitten in einer wirtschaftlichen Strukturwende befinde. Denn nach erfolgreicher Existenzgründung können weitere Arbeitsplätze entstehen, auch sei mit der Ansiedlung weiterer Gewerbetriebe zu rechnen. Für eine fundierte Entscheidung, ob man sich selbständig machen soll oder nicht, bietet die Existenzgründerberatung beste Voraussetzungen, darin sind sich Kusicka und Hohmann einig. Fehler in der Kalkulation seien die häufigsten Ursachen für Misserfolge, berichtete Hohmann. So werden Umsätze zu hoch und die Kosten zu niedrig angesetzt. Zu bedenken sei beispielsweise, dass die Krankenkassenbeiträge mit dem Umsatz steigen. Was man zum Leben braucht, müsse verdient werden. Gibt es einen Gründerzuschuss im Bereich Arbeitslosengeld I, Einstiegsgeld oder Darlehen bei Arbeitslosengeld II? „Das ist alles nicht mehr garantiert“, erklärte Hohmann. Auch Firmeninhaber, die ihre Firma an einen Nachfolger übergeben wollen, finden bei Hohmann Rat. Hier hofft Bürgermeister Kusicka, dass in Biblis Firmen und Arbeitsplätze bei gut geregelter Nachfolge erhalten bleiben. Dürfen sich auch auswärtige Gründungswillige in Biblis beraten lassen? In dieser Frage gibt sich Bürgermeister Kusicka kulant. „Die Ideen sind oft gut“, weiß Hohmann, aber man müsse daran arbeiten, um die bekannten Hürden und Fehlerquellen zu vermeiden. „Das ist bisher ganz gut gelungen“, findet Hohmann, der als erfolgreiche Bilanz 117 Gründer nannte, die insgesamt 198 Arbeitsplätze schufen. 85 Prozent seien immer noch am Markt. Die meisten Ratsuchenden wollten es probieren, berichtete Hohmann, nur zwanzig seien nicht Gründer geworden. Das Regionale Gründerzentrum mit Sitz in Lorsch gibt es schon seit 2012 und bietet Existenzgründern aus Bensheim, Biblis, Bürstadt, Einhausen, Groß-Rohrheim, Lampertheim, Lorsch und Zwingenberg umfangreiche Beratung. Projektleiter Hohmann war nach seiner Ausbildung zum Bürokaufmann und BWL-Studium 10 Jahre bei einer Tochterfirma von Neckermann tätig, hat Auslandserfahrung und in Australien den Schritt in die Selbständigkeit gewagt, bevor er zum Gründerzentrum in Lorsch kam. Hannelore Nowacki
Information
Anmeldung zur kostenfreien individuellen Beratung beim 1. Existenzgründertag im Rathaus in Biblis am Montag, 16. November von 10 bis 16 Uhr, bei Jens Hohmann, Projektleiter Regionales Gründerzentrum Lorsch, Telefon 06251/58478-17, E-Mail: j.hohmann@lorsch.de. Wissenswertes über die Serviceleistungen des Regionalen Gründerzentrums sind unter www.gruenderzentrum-lorsch.de zu finden. Ebenfalls kostenfrei ist der Vortrag am 18. November um 19 Uhr in Lorsch zum Thema „Existenzgründung Basiswissen“.
Bürgermeister Felix Kusicka ist telefonisch unter 06245/2822 erreichbar. Weitere Informationen unter www.service@biblis.eu und www.biblis.eu.







