Auf den Spuren Martin Luthers

Die Reisegruppe aus dem Ried begab sich auf die vielfältigen Spuren Martin Luthers. Foto: Dek.Ried/J.Jacob
LAMPERTHEIM/GERNSHEIM – Bekannte und „neue“ Lutherreisende begrüßten Heike Kissel und Christine Geipert anlässlich der Studienfahrt des Evangelischen Dekanats Ried im Reisebus nach Halle. Schon Tradition war das „kleine Frühstück“ mit selbstgebackenem Lutherbrot. Das diesjährige Programm der Lutherfahrt orientierte sich am Thema der Reformationsdekade 2015 „Reformation – Bild und Bibel“. Bad Frankenhausen lag auf der Reiseroute. So war der erste Stopp das Panorama-Museum. Hier konnten die Teilnehmer das beeindruckende Bauernkriegs-Gemälde von Werner Tübke von 14 Metern Höhe und 123 Metern im Umfang mit 3000 Einzelfiguren bestaunen.
Im Hotel im Zentrum von Halle an der Saale angekommen gab es einen herzlichen Empfang mit „Halloren“, einer Schokoladenspezialität aus Halle. Am nächsten Morgen standen die Franckeschen Stiftungen, Marktkirche, die Marienbibliothek und die Totenmaske Martin Luthers auf dem Programm. Abends informierte Torsten Bau, Öffentlichkeitsbeauftragter im Ev. Kirchenkreis Halle-Saalkreis, über die Ev. Kirche in Mitteldeutschland (EKM).
Am dritten Tag ging es nach Naumburg. Im Naumburger Dom „St. Peter und Paul“ weihte Martin Luther 1542 Nikolaus von Amsdorf zum ersten evangelischen Bischof. Ein besonderes Augenmerk waren die Stifterfiguren – insbesondere die hübsche Uta. Nach einer Stadtführung ging es weiter nach Schulpforta, einem der reichsten Klöster im 12. Jahrhundert im ostthüringischen Raum. Mit Einzug der Reformation wurde es 1543 zur heute noch bestehenden Landesschule Pforta errichtet. Die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut mit 360 Hektar Rebfläche wurde zum Abschluss des Tages angefahren. Nach einer Kellerführung mundeten zum Vesperbuffet mit regionalen Spezialitäten die Saale-Unstruter Weine.
Wer Merseburg noch nicht kannte, erfuhr im Merseburger Dom von Zaubersprüchen, der Rabensaga, der Fürstengruft mit 37 aufwendig verzierten Särgen der Wettiner. Auch hier predigte Marin Luther 1545. Der Nachmittag war für das Landesmuseum in Halle reserviert. Hier wurde das Original der „Himmelsscheibe von Nebra“ bestaunt. „Es ist beeindruckend Sonne, Mond und Sterne von vor 3600 Jahren zu erblicken, die wir heute immer noch sehen“, empfand Christine Geipert.
Am Heimreisetag war Lützen der letzte Programmpunkt. Der kleine Ort ist in Schweden sehr bekannt. Auf dem Schlachtfeld in Lützen starb 1632 der Schwedenkönig Gustav Adolf II, der mit seinem Eingreifen in den 30-jährigen Krieg für den Protestantismus in Deutschland
kämpfte. Nach einem letzten gemeinsamen Essen kehrten die 40 Lutherfahrer/innen wieder wohlbehalten ins Ried zurück.
Am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr findet im Gemeindesaal der Ev. Kirchengemeinde Gernsheim, Zwingenbergerstraße 11, das Nachtreffen statt. Eine Lutherfahrt ist 2016 vom 22. bis 25. August ins Kloster Drübeck geplant – mit Stationen, Mansfeld, Magdeburg, Halberstadt und Schmalkalden. Informationen gibt es bei Heike Kissel telefonisch unter 06258/989725. zg






