Gedenken an polnisch-deutsche Versöhnung

Werner Breitwieser, ehem. Kreistagsvorsitzender und Vorsitzender des Freundschaftsvereins Brücke/Most, Gottfried Schneider, Kreistagsvorsitzender,Alfons Nossol, Erzbischof von Oppeln (a.D.) , Rafał Borkowski, geschäftsführender Direktor der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, Matthias Wilkes, Landrat des Kreises Bergstraße, Zygmunt Worsa, Landrat des Kreises Świdnica/Schweidnitz und Teresa Mazurek, Bürgermeisterin der Gemeinde Świdnica/Schweidnitz gedachten der polnisch-deutschen Versöhnung (v.l.n.r.). Foto: oh
KREIS BERGSTRASSE / KREISAU – Ein Jubiläum, das für Freiheit und Versöhnung steht, wurde in der polnischen Begegnungsstätte Kreisau im Bergsträßer Partnerlandkreises Schweidnitz gefeiert. Eine Bergsträßer Delegation mit Landrat Matthias Wilkes, dem Kreistagsvorsitzenden Gottfried Schneider und dem langjährigen ehemaligen Kreistagsvorsitzenden Werner Breitwieser reiste dazu in die polnische Partnerregion, um gemeinsam die Feierlichkeiten dieses historisch bedeutsamen Jahrestags zu begleiten.
Die Festlichkeiten wurden mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet, um symbolisch im Namen von Polen und Deutschen für das Geschenk der Freiheit und der Versöhnung zu danken und für Frieden und Versöhnung aller Länder Europas zu beten. Erzbischof Alfons Nossol, der vor 25 Jahren die Versöhnungsmesse in Kreisau zelebrierte, und Bischof Ryszard Bogusz leiteten gemeinsam die Messe. Am Ende der Messe überreichte die Bergsträßer Delegation einen eigens für diese Veranstaltung angefertigten „Friedensvogel“ der Viernheimer Künstlerin Gerdi Gutperle. „Dieser Vogel soll für Frieden, Freiheit und Versöhnung unserer Länder und Europa stehen“, äußerte Landrat Matthias Wilkes seinen Wunsch bei der Überreichung der Skulptur.
Mit der Ausstellung „Mut und Versöhnung”, die am 20. November von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Polens Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki offiziell eröffnet wird, wird auf dem ehemaligen Anwesen der Familie Moltke eine geschichtliche Zeitreise zu sehen sein, die dem beschwerlichen Weg von Polen und Deutschen zu Versöhnung und Partnerschaft in Europa gewidmet ist. Eine Ausstellung, die nicht nur die aufeinander folgenden Ereignisse und historischen Etappen des Wandels aufzeigen, sondern sie vor allem in moderner, attraktiver pädagogischer Form zeigt und jungen Menschen zu Gesprächen über ihre Geschichte und die Geschichte der polnisch-deutschen Verhältnisse anregen soll.
Hintergrund
Am 12. November 1989, drei Tage nach dem Fall der Berliner Mauer, wurde Kreisau zum Schauplatz eines historischen Ereignisses in den deutsch-polnischen Beziehungen. Dort trafen sich der erste freigewählte Ministerpräsident Polens, Tadeusz Mazowiecki und der deutsche Bundeskanzler, Helmut Kohl, zur Versöhnungsmesse. Die Umarmung der beiden Staatsmänner wurde zum Symbol der Verständigung und Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen. Mit ihr begann eine neue Ära in den Beziehungen zwischen beiden Ländern. Am 12. November 2014 jährte sich dieses historische Ereignis zum 25. Mal. zg






