Der Arbeitsmarkt im September: Unverändert stabil
HESSEN – Trotz internationaler Unsicherheiten wie dem Brexit, nationalen Firmeninsolvenzen und Personalabbauplänen in der Finanz-, Tourismus- und Automobilbranche folgte der hessische Arbeitsmarkt im September der saisonüblichen Entwicklung. Die Arbeitslosenzahlen sind deutlich gesunken. Zum Stichtag wurden rund 146.750 arbeitslose Frauen und Männer gezählt: -3,7 Prozent oder 5.660 Personen weniger als noch im August. Die Arbeitslosenquote sank im September auf 4,3 Prozent. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich unverändert stabil“, resümiert Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen. „Alle Branchen außer der Zeitarbeit tragen derzeit noch zur guten Situation in Hessen bei.“ Für die nächsten Monate erwartet er ebenfalls einen widerstandsfähigen Arbeitsmarkt: „Wir werden im Oktober und November noch einige junge Menschen in eine Ausbildung vermitteln. Zusätzlich wird das bald einsetzende Weihnachtsgeschäft Bewegung bringen“, so Martin weiter. Die Aufnahmefähigkeit des hessischen Arbeitsmarktes sei für Fachkräfte in allen Regionen noch sehr hoch, betont Martin. Dies spiegele sich im Stellenbestand der Agenturen und im BA-Stellenindex wider. Dass angesichts der sich häufenden Meldungen von Insolvenzen und Stellenabbauplänen die Unsicherheit der Menschen groß sei, kann Martin verstehen. Derzeit griffen einige Betriebe auf Insolvenzgeld oder Kurzarbeitergeld zurück, um Arbeitslosigkeit zu verhindern. Noch wichtiger erscheint Martin allerdings die verstärkte Qualifizierung von Mitarbeitern in den Betrieben, um rechtzeitig auf den strukturellen Wandel reagieren zu können. „Wir beraten und fördern die Weiterbildung im Betrieb, damit Beschäftigte auf dem neuesten Wissenstand bleiben und Arbeitslosigkeit im Idealfall erst gar nicht eintritt“, sagt Martin. zg






