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11.52 Uhr | 8. Juli 2014
Mit dem Evangelischen Dekanat Ried auf Martin Luthers Spuren

Pilgertag auf dem Lutherweg

 

Begaben sich auf Luthers Spuren: 16 Frauen des Evangelischen Dekanat Ried . Foto: Heike Kissel

Begaben sich auf Luthers Spuren: 16 Frauen des Evangelischen Dekanat Ried . Foto: Heike Kissel

RIED – Der Pilgertag des Evangelischen Dekanat Ried unter dem Motto „So viel Du brauchst“ begann an der Fähre in  Gernsheim. Hier setzte die Pilgergruppe nach Rheinhessen über. Ihr Ziel war der neu errichtete Lutherweg in Hessen, der von der Wartburg bei Eisenach bis in die Lutherstadt Worms führt und auch einige rheinhessische Orte tangiert. 1521 war Martin Luther hier unterwegs zum Reichstag in Worms. „Pilgern ist heute anscheinend weiblich“, begrüßte Heike Kissel vom Evangelischen Dekanat Ried die 16 Teilnehmerinnen.

Seinen Anfang nahm der Pilgerweg unter dem Pilgerkreuz in der Evangelischen Kirche in Guntersblum, einer der vier Heidenturmkirchen in Rheinhessen. Das Besondere dieser Kirchen sind die orientalisch wirkenden Turmspitzen. Pfarrvikar Johannes Lösch stellte den Löwen-Taufstein, das Tympanon und den original erhaltenen Nordturm aus der Zeit des Ersten Kreuzzuges vor. Danach schickte Christel Lottermann von den Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau die Pilgerinnen mit „Luthers Morgensegen“ auf den Weg.

Der 15 Kilometer lange Terrassenweg führte zur Ruine Maria Magdalena, der Alsheimer Heidenturmkirche, durch das Alsheimer Hohlwegeparadies und endete in der Basilika in Bechtheim. Hier weist die Jakobsmuschel an der Außenfassade auf ihre Vergangenheit als Pilgerziel hin. Der Weg war ausgestaltet mit Phasen des Schweigens, mit spirituellen Impulsen, Meditationen, Liedern, Fürbitten, Ritualen und Aufmerksamkeitsübungen. Die Frage „Wie viel ist so viel?“ war in Texten präsent.

Zum Abschluss des Pilgerweges gab es ein Gläschen Lutherwein und das Versprechen von allen: „Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder auf einem weiteren Stück des Lutherweges.“ zg

 

 

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Geschrieben in Worms

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