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13.45 Uhr | 7. Juni 2019
Hochdeutsche Version der Kolumne in der KW 22

Kalle & Mônners: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Kalle: Hallo Manfred, wie geht es dir? Was macht der Rücken?

Manfred: Hallo Kalle, dankschön, wird besser. Aber wie schaust du denn aus?

Kalle: Wie meinst du das?

Manfred: Nun, das Veilchen?

Kalle: Ach das meinst du… das habe ich wegen den Bürgermeisterkandidaten vom vergangenen Sonntag.

Manfred: Hat dich einer von ihnen gehauen? Hast wieder Stress gemacht, nicht wahr?

Kalle: Nein, gehauen hat mich niemnd. Das war ein Laterne. Da bin ich am Abend dagegen gelaufen – ich war doch noch so dran gewöhnt, dass an den Pfählen immer einer von den Männern auf den Plakaten hängt. Jetzt sind sie alle verschwunden, und ich muss wieder besser hinsehen.

Manfred: Du bist mir einer. Die nächsten sechs Jahre hat es zum Glück nur noch alle paar Jahre eine Wahl, zum Bundestag und den Landtag und die Stadtverordnetenversammlung und Europa. Musst du dir merken. 

Kalle: Sechs Jahre haben wir jetzt wieder einen Bürgermeister? Eine lange Zeit. 

Manfred: Es hat schon ein paar gegeben, die sind länger als zwölf Jahre im Amt gewesen. Ein Hans Wegerle hat sechzehn geschafft, von 1558 bis 1574. Ein Georg Kercher von 1588 bis 1608 – wenn der gewollt hätte, hätte er die Königin Elisabeth von England treffen können, und den WilliamShakespeare! Und ein Adam Christmann war noch länger dran: von 1637 bis 1678!

Kalle: Was du nicht sagst. Wieder was aus deinen Büchern gelernt. Hast du noch ein paar weitere Namen?

Manfred: Es hat später ein paar Billaus gegeben, ein Valentin, einen Martin und einen Adam, hintereinander von 1831 bis 1870. Und das gefällt mir auch: es gab so viele Knechts und Seelingers, dass sie mit Nummern unterschieden wurden: Den Adam Seelinger IX, und den Adam Knecht IX.

Kalle: Und in den letzten Jahren?

Manfred: Da war der Hans Pfeiffer von 1966 bis 1981 lange dabei, und Erich Maier, der hat mit sechzehn Jahren auch lange durchgehalten.

Kalle: Gut, dass es immer wieder welche gibt, die das machen wollen.

Manfred: Da hast du recht. Da müssen wir dem Lothar Pfeiffer und dem Marco Steffan und dem Gottfried Störmer dankbar sein. Nun denn, ich muss weiter.

Kalle: Ich gehe auch los. Zum Metzger Blüm, ein Steak holen.

Manfred: Guten Appetit!

Kalle: Nein, das ist für mein Veilchen. Also dann, schön dass wir miteinander geredet haben!

Manfred: Schön, dass wir uns getroffen haben! Tschüs und auf Wiedersehen!

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Geschrieben in Kalle und Monners

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