Grammatiklehrer gesucht
KREIS BERGSTRASSE – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt seit vielen Jahren Menschen mit Migrationshintergrund bei ihren Bemühungen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Deutschkurse für Senioren gehören ebenso zum Programm der Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) wie die Sprachkurse für Asylbewerber. Neben weiteren ehrenamtlichen Sprachlehrern für die stets gut besuchten Angebote werden jetzt vor allem Ehrenamtliche gesucht, die grammatikalische Unterstützung anbieten können.
Neben der MBE-Leiterin Gaby Schüssler würde sich Mohamed Muse besonders über eine solche Unterstützung freuen. Der 19-Jährige flüchtete nach Verfolgung und schwerer Folter aus seiner Heimat Somalia und ist seit Februar 2013 in Deutschland. Trotz seiner schlimmen Erlebnisse ist er ein lebensfroher Mensch geblieben und blickt positiv in die Zukunft. „Er ist sehr engagiert, motiviert und auch erfolgreich“, berichtet Schüssler. Dank ihrer Unterstützung bekam er einen Schulplatz in der Heppenheimer Martin-Buber-Schule. „Seine Klassenlehrerin ist sehr zufrieden mit ihm. Wir sind beide der festen Überzeugung, dass Mohamed große Chance hat, hier erfolgreich einen Beruf zu erlernen und sich in Deutschland zu integrieren“, so Schüssler. Mohamed Muse spricht bereits sehr gut deutsch. Jetzt möchte er an der Abendschule seinen Realschulabschluss machen oder vielleicht sogar die Hochschulreife erreichen. Für die Aufnahmeprüfung muss er seine grammatikalischen Kenntnisse noch verbessern. An einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Grammatik- oder generell als Sprachlehrer Interessierte erhalten weitere Informationen bei der DRK-Migrationsberatung unter der Rufnummer 06252-689174. Spezielle Kenntnisse oder eine entsprechende Ausbildung müssen nicht vorhanden sein. Wichtig ist der Spaß an der deutschen Sprache und im Umgang mit Menschen. Weitere Infos unter www.drk-bergstrasse.de. zg

Gaby Schüssler von der DRK-Migrationsberatung sucht ehrenamtliche Lehrer für die DRK-Sprachkurse sowie Unterstützung in deutscher Grammatik für Mohamed Muse. Foto: oh






